Rheinmetall profitiert von der anhaltend guten Automobil-Konjunktur, legt aber den geplanten

Rheinmetall profitiert von der anhaltend guten Automobil-Konjunktur, legt aber den geplanten Börsengang der Automotive-Sparte vorerst auf Eis (Bild: Rheinmetall).

von Martin Rapp, Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (ks)–Die Wachstumsraten sorgen bisher für ein Rekordergebnis. Nach neun Monaten steht ein Umsatzplus von 14% auf 3,1 Mrd Euro und ein Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 203 Mio Euro zu Buche. Der Konzern profitiert von der anhaltend guten Automobil-Konjunktur. Die Sparte steigerte ihren Umsatz um fast ein Fünftel auf 1,74 Mrd Euro. Das EBIT verbesserte sich um über 80% auf 115 Mio Euro.
Doch der Bereich für Wehrtechnik entwickelt sich nicht ganz so gut wie noch im Sommer erhofft. Der Auftragseingang sei “von kleinen und mittleren Aufträgen geprägt” und schrumpfte von Januar bis September um über 11%. Die Sparte wird im Gesamtjahr rund 100 Mio Euro weniger erlösen, als noch im Juli angenommen.
Die für 2011 angestrebten Rekorde werden damit etwas niedriger ausfallen. Insgesamt soll der Umsatz nun auf 4,4 Mrd Euro steigen. Zuvor waren bis zu 4,5 Mrd Euro avisiert worden. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) peilt Rheinmetall nun ein Ergebnis von 340 Mio und 360 Mio Euro an. Vorher wurde eine Spanne von 350 Mio bis 370 Mio Euro ins Auge gefasst.
Das vorläufige Bekenntnis zur Autozuliefersparte dürfte dem Management angesichts der nachlassenden Dynamik im Wehrsegment gar nicht so ungelegen kommen. Im Sommer hatte Rheinmetall angekündigt, einen möglichen Börsengang von “Automotive” zu prüfen. “Im Lichte der gegenwärtigen Instabilität an den Kapitalmärkten und der hohen Volatilität der Notierungen” halte man die Voraussetzungen dafür derzeit nicht für gegeben, hieß es nun.