Kupfermine

Im Endausbau soll Oyu Tolgoi durchschnittlich 430.000 Tonnen Kupfer und 425.000 Feinunzen Gold pro Jahr liefern. - Bild: Sassenfeld - Fotolia.com

Das von dem anglo-australischen Unternehmen geführte Joint Venture will ein riesiges Tunnelnetzwerk in seiner Kupfer- und Goldmine Oyu Tolgoi in der Mongolei bauen, wo es schon einen Tagebau gibt. Oyu Tolgoi dürfte eine der weltgrößten Kupferminen werden.

Um das riesige Vorkommen, das letztlich ein Drittel der mongolischen Wirtschaft ausmachen könnte, wurde heftig zwischen den Partnern Rio Tinto, Turquoise Hill Resources und der mongolischen Regierung gestritten. Turquoise Hill, ein in Kanada notiertes und von Rio kontrolliertes Bergbauunternehmen, hält 66 Prozent an dem Projekt, die mongolische Regierung den Rest.

Am Dienstag sicherte sich das Joint Venture die Finanzierung von 15 Geschäftsbanken und fünf weiteren Kreditinstituten, darunter der U.S. Export-Import Bank, für die Expansion, die bis zu sechs Milliarden Dollar kosten könnte. Im Endausbau soll Oyu Tolgoi durchschnittlich 430.000 Tonnen Kupfer und 425.000 Feinunzen Gold pro Jahr liefern.

Die Finanzierung sei der Schlusspunkt von mehr als vierjährigen Verhandlungen mit den Geldgebern, sagte Jean-Sébastien Jacques, Rios Kupfer- und Kohlechef. Trotz des sehr volatilen Marktumfelds verstünden diese den langfristigen Wert von Oyu Tolgoi.

Schnellere Erholung von Kupfer

Jacques setzt auf eine schnellere Erholung bei Kupfer als bei den meisten anderen Rohstoffen. "Wir rechnen mit einer Erholung in drei bis vier Jahren, was ein perfektes Timing für Oyu Tolgoi ist", sagte er. Der Bau der Tiefbaugrube wird voraussichtlich zwischen fünf und sieben Jahren dauern.

Angesichts des Preisverfalls haben viele Kupfererzeuger ihre Produktion zurückgefahren. Kupfer handelt bei einem Sechsjahrestief. Seit einem Hoch 2011 hat sich der Kupferpreis mehr als halbiert auf rund 4.670 US-Dollar je Tonne.