Kuka Roboter Daimler

Der Bereich Robotik und Automation entwickelt sich besser als der Maschinenbau insgesamt, der im laufenden Jahr unter anderem wegen einer schwächeren Entwicklung in den Schwellenländern von einer Stagnation ausgeht. - Bild: Daimler

Die deutsche Robotik- und Automatisierungsbranche erwartet für das laufende Jahr weiteres Wachstum, das im Vergleich zu Vorjahr leicht schwächer ausfallen wird.

Der Maschinenbauverband VDMA prognostiziert für den Bereich ein Umsatzplus von 2 Prozent, was einen Erlösrekord von 12,5 Milliarden Euro bedeuten würde. Im Vorjahr war die Branche um 7 Prozent gewachsen.

Der Bereich Robotik und Automation entwickelt sich damit besser als der Maschinenbau insgesamt, der im laufenden Jahr unter anderem wegen einer schwächeren Entwicklung in den Schwellenländern von einer Stagnation ausgeht.

Norbert Stein, Vorsitzender des Fachverbandes Robotik und Automation, sieht kein Ende des Robotik-Booms. Die Branche sei in einer "ausgezeichneten Verfassung", sagte er. "Der große weltweite Bedarf" lasse "unsere Branche optimistisch in die Zukunft blicken".

Bislang stark in der Automobilindustrie eingesetzt, öffnen sich nun auch andere Branchen dem Thema. So hatte zu Beispiel der Sportartikelhersteller Adidas vergangene Woche seine erste voll automatische Pilotfabrik zur Herstellung von Schuhen vorgestellt.

Nicht nur Großkonzerne setzen auf Robotik und Automation

Auch ist Robotik und Automation keinesfalls mehr nur für die Großkonzerne von Interesse: Immer mehr kleinere und mittlere Unternehmen stünden wegen neuer Technologien vor einem Wechsel, sagte Stein.

In den ersten vier Monaten stiegen die Umsätze um insgesamt 6 Prozent, im Inland lag die Steigerung bei 9 Prozent. Der Auftragseingang sank im gleichen Zeitraum jedoch um 4 Prozent. Besonders deutlich war dabei das Minus im Inland mit 7 Prozent.