Roboter

Der Automatisierungsboom wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Bis 2018 dürften 2,3 Millionen Industrieroboter installiert sein, schätzt die International Federation of Robotics in einer Studie, die auf der Automatica in München vorgestellt wurde. - Bild: Daimler

Im vergangenen Jahr wurden 248.000 Roboter abgesetzt, 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wächst die Branche stärker als der Maschinenbau insgesamt.

Bislang konzentrierten sich die Roboterhersteller vor allem auf die Automobilindustrie, die weiterhin der wichtigste Zweig für Industrieroboter bleibt. Aber auch in der Elektronik, der Metall- und Kunststoffindustrie gewinnen Roboter in der Produktion eine immer größere Bedeutung.

Zu Gute kommt der Roboterindustrie dabei der Trend zu kleineren, flexibleren Robotern, die nicht mehr hinter Gittern "eingesperrt" sind, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten. Für einen Wachstumsschub sorgen auch die steigende Nachfrage nach Konsumgütern und die digitale Transformation.

Zusammenarbeit von Mensch und Maschine verändert Produktion


So würden in der Elektronikindustrie kleinere Roboter benötigt. Je kleiner die Komponenten würden, desto wichtiger würden entsprechend kleinere Maschinen.

In aller Munde ist dabei die zunehmende Zusammenarbeit von Menschen und Robotern. Dies könnte die Produktion grundlegend verändern, schätzt Joe Gemma, IFR-Präsident.

So könnten sich Arbeiter auf die intelligenten Arbeiten konzentrieren und Roboter den Rest überlassen. Der Schlüssel in der Produktion der Zukunft liege in der Flexibilität, sagte Espen Ostergaard, CTO und Mitgründer der dänischen Firma Universal Robots. Flexibilität, Digitalisierung sowie Vernetzung des Equipments würden eine entscheidende Rolle spielen.

"Wir brauchen einen besseren Mix bei der Zusammenarbeit von Robotern und Menschen", erklärte auch Per Vegard Nerseth, Managing Director der Roboter-Sparte der schweizerischen ABB.

Diese kollaborierenden Roboter, sogenannten Cobots, haben derzeit noch keinen entscheidenden Marktanteil. "2020 wird dies aber entscheidend für den Erfolg sein", sagte Stefan Lampa, Chef der Roboter-Sparte von Kuka. Er geht jedoch nicht davon aus, dass dadurch die größeren Industrieroboter an Bedeutung verlieren werden. "Das sind zwei verschiedene Dinge", sagte er.