er Triebwerkshersteller Rolls-Royce will die einst beendete Partnerschaft mit United Technologies

er Triebwerkshersteller Rolls-Royce will die einst beendete Partnerschaft mit United Technologies womöglich wieder aufnehmen. - Bild: Rolls Royce

Der US-Konzern sei ein “offensichtlicher” potenzieller Partner für das britische Industrieunternehmen, sagte dessen scheidender Vorstandschef John Rishton. Rolls-Royce will wieder in den lukrativen Markt für Triebwerke mittelgroßer Verkehrsflugzeuge einsteigen.

Rolls-Royce hatte bis 2011 mit der United-Tech-Tochter Pratt & Whitney zusammengearbeitet. Gemeinsam hatten sie Triebwerke für den Airbus A320 gebaut, bevor die Briten wegen anderer Prioritäten ausstiegen.

“Wir wissen, dass wir gut zusammenarbeiten können, und ich glaube, wir können auch in Zukunft gut zusammenarbeiten”, sagte Rishton nach der Hauptversammlung des Unternehmens.

Schmalrumpfflugzeuge wie die Boeing 737 und der Airbus A320 sind die gefragtesten Maschinen in der zivilen Luftfahrt. Rund drei Viertel der weltweiten Triebwerksproduktion entfallen auf diese Flugzeuge. Die Größe dieses Marktes ist der Grund, warum Rolls-Royce wieder einsteigen will.

Sein Unternehmen habe die technischen Fähigkeiten, ein neues Triebwerk für diese Flugzeuge allein zu entwickeln, sagte Rishton. Angesichts der Situation auf dem Markt wäre eine Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen aber ein kluger Schritt, sagte er und verwies auf die Konkurrenz: “Problematisch finde ich die Stärke besonders von GE.”

General Electric baut Triebwerke gemeinsam mit der französischen Safran SA. Die beiden beliefern Boeing exklusiv für die 737 und stellen die Hälfte aller Triebwerke des Airbus A320.

Wie eine zukünftige Partnerschaft genau aussehen könnte, muss Warren East entscheiden, der Rishton im Juli an der Spitze von Rolls-Royce ablöst. Eine Entscheidung ist laut Rishton nicht dringend. Ein neues Flugzeug, das ein solches Triebwerk benötigt, sei vor 2030 nicht zu erwarten.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke