Der Turbinenhersteller Rolls-Royce hat nach einem schwachen Jahr die Gewinnprognose für 2015

Der Turbinenhersteller Rolls-Royce hat nach einem schwachen Jahr die Gewinnprognose für 2015 gesenkt. Es ist die zweite Gewinnwarnung seit Oktober. - Bild: Rolls-Royce

Der Turbinenhersteller Rolls-Royce hat nach einem schwachen Jahr die Gewinnprognose für 2015 gesenkt. Es ist die zweite Gewinnwarnung seit Oktober.

Schon im vergangenen Jahr schrumpfte der Nettogewinn um 95 Prozent auf nur noch 69 Millionen Britische Pfund.

Der bereinigte Umsatz fiel 2014 erstmals seit einem Jahrzehnt und erreichte nur noch 14,6 Milliarden Pfund, ein Rückgang um 6 Prozent. Insbesondere die Kunden für Rüstungsgüter bestellten weniger, aber insgesamt belasteten die stotternde Weltkonjunktur und die fallenden Rohstoffpreise.

Im laufenden Jahr traut sich Rolls-Royce nur noch einen bereinigten Vorsteuergewinn von 1,4 bis 1,5 Milliarden Pfund zu. Im vergangenen Jahr waren es noch 1,62 Milliarden, und bislang hatte der Turbinenhersteller einen Rückgang um maximal 3 Prozent vorhergesehen. Der Umsatz soll 2015 nur noch 13,4 bis 14,4 Milliarden Pfund erreichen.

Rolls-Royce leidet unter dem gefallenen Ölpreis. Der Konzern beliefert Energiekonzerne mit seinen Produkten, und die halten sich mit neuen Investitionen zurück, insbesondere im Offshore-Bereich, wie Rolls-Royce beklagt. Zudem kommt der Turbinenhersteller in seinem größten Geschäftsbereich mit Flugzeug-Triebwerken bei den geplanten Kosteneinsparungen nicht recht vom Fleck.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke