Rolls-Royce Power Systems hat im Geschäftsjahr die Wende geschafft: Umsatz, Marge, Gewinn und Auftragsbestand sind gestiegen.

Rolls-Royce Power Systems hat im Geschäftsjahr die Wende geschafft: Umsatz, Marge, Gewinn und Auftragsbestand sind gestiegen. - Bild: RRPS

Der bereinigte Umsatz stieg um 3 Prozent auf 2,92 Milliarden Pfund Sterling. Auch die Umsatzrendite erhöhte sich deutlich auf 11,3 Prozent (+ 4,1 Prozentpunkte). Dementsprechend weist Rolls-Royce Power Systems mit 330 Millionen Pfund einen um 61 Prozent größeren Gewinn als im Vorjahr aus. Der Auftragsbestand ist mit 2,19 Milliarden Pfund gut bestückt und 4 Prozent höher als 2016. Mit dem Ergebnis 2017 trägt der Geschäftsbereich Power Systems mit seiner Kernmarke MTU 19 Prozent zum Gesamtumsatz der Rolls-Royce-Gruppe bei und ist somit wiederum zweitstärkster Umsatzträger im Konzern, der im Jahr 2017 in fünf Geschäftsbereiche unterteilt war.

„2017 sind wir auf den Erfolgskurs zurückgekehrt“, sagt Marcus A. Wassenberg, Finanzvorstand von Rolls-Royce Power Systems. „Wir haben einerseits vom wachsenden Markt und der weltweit guten Konjunkturentwicklung profitiert. Ganz klar zum Erfolg beigetragen hat auch, dass wir mit unserem Transformationsprogramm RRPS 2018 durch Optimierungen bei Kosten, Service und Vertrieb die Ertragslage erheblich verbessern konnten.“

Als Ergebnis einer detaillierten Produktanalyse wurden die Produktvarianten um 25 Prozent reduziert, was gemeinsam mit Verbesserungen bei Materialkosten, Qualitätskontrolle, Inventar und Immobiliennutzung zu deutlichen Einsparungen führte. 

Viele Bereiche mit schwarzen Zahlen

Die Service-Initiative hat 2017 Früchte getragen: Der gesamte Service-Umsatz wuchs um 6 Prozent, insbesondere durch das Geschäft mit den wiederaufgearbeiteten MTU-Reman-Motoren und mit Serviceleistungen im erstarkten Öl- und Gasgeschäft in den USA.

Ein Drittel des Gesamtumsatzes von Rolls-Royce Power Systems brachte auch 2017 der weiterhin zukunftsträchtige Energiesektor ein. Vor allem bei Dieselsystemen für Notstromaggregate, z.B. für Datencenter in China und USA, konnten weitere Zuwächse gewonnen werden. Das Geschäft mit mittelschnelllaufenden Aggregaten der Tochtergesellschaft Bergen Engines A.S. stabilisierte sich in 2017 vor allem mit Aufträgen zur Lieferung von Stromerzeugungsanlagen und deren Service.

Im Geschäft mit Motoren und Systemen für Schiffe, das ebenfalls etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes beisteuert, waren leichte Rückgänge zu verzeichnen. Hervorgerufen war dies vor allem durch einen geringeren Absatz von Yachtmotoren im Vergleich zum Vorjahr. Im hart umkämpften Markt der kommerziellen Marine (Motoren für Fähren und Arbeitsschiffe) gelang ein Umsatzplus. Dieser Markt bietet auch in Zukunft großes Potenzial für Rolls-Royce Power Systems. Der Absatz von Produkten für Navies konnte ebenfalls gesteigert werden. 

Motorenabsatz steigt

Deutlich gewachsen ist 2017 der Absatz von Motoren für die Bau-, Agrarwirtschaft und die Industrie. Die frühzeitige Weiterentwicklung der Motoren der unteren Leistungsbereiche für die in Europa ab dem Jahr 2019 anstehende neue Emissionsstufe V, führte zu Verträgen mit großen Stückzahlen. Ein wesentlicher Kunde ist der Landmaschinenhersteller Claas.

Durch die Erholung der Ölpreise und die stärkere Nachfrage nach Rohstoffen stieg der Absatz von MTU-Motoren und -Systemen für die Öl- und Gasindustrie sowie für den Betrieb von Fahrzeugen für Minen 2017 wieder an.

Auslieferung erste Green- und Hightech-Produkte

Erfolge verzeichnete Rolls-Royce Power Systems 2017 im Rahmen seines Green- und Hightech-Programms, mit dem das Unternehmen gezielt in umweltfreundliche Zukunftslösungen für weniger Schadstoffausstoß und geringeren Energie- und Rohstoffverbrauch investiert. Die ersten mobilen MTU-Gasmotoren der Baureihe 4000 wurden für die Reederei Doeksen ausgeliefert. Die Motoren sind so sauber, dass sie im Schutzgebiet Wattenmeer eingesetzt werden dürfen. In der San Francisco Bay werden noch 2018 die ersten MTU-Dieselmotoren in Einsatz gehen, die die strikten Emissionsrichtlinien EPA Tier 4 erfüllen. Die Reederei WETA setzt bei ihren neuen Schnellfähren auf das integrierte neue MTU-Antriebssystem aus Dieselmotoren der Baureihe 4000 und SCR-System zur Abgasnachbehandlung.

  • Kion

    Als einziges deutsches Unternehmen landet die Kion Group unter den 20 größten Maschinenbauern weltweit. Der Wiesbadener Gabelstaplerhersteller setzte im Jahr 2015 rund 4,8 Milliarden Euro um. - Bild: Kion

  • Sumitomo Heavy Industries

    Platz 19 belegt die japanische Sumitomo Heavy Industries. Der Maschinenbau wurde 1888 gegründet und bietet ein umfangreiches Produktspektrum von Spritzgussmaschinen über Lasersysteme und SMT-Automaten, Waffen bis hin zu Flüssigkristall-Fertigungsanlagen an. - Bild: Sumitomo Heavy Industries

  • Oshkosh Corporation

    Der US-amerikanische Nutzfahrzeughersteller Oshkosh Corporation, früher Oshkosh Truck Corporation, landet auf Platz 18. Im Bild ein Flughafenlöschfahrzeug von Oshkosh. - Bild: Oshkosh Corporation

  • Hitachi Construction Machinery

    Auf Platz 17 der größten Maschinenbauer weltweit rangiert Hitachi Construction Machinery. Der japanische Bauausrüstungshersteller ist ein Unternehmen der Hitachi Gruppe und erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro.- Bild: Hitachi

  • Doosan Infracore

    Doosan Infracore auf Platz 16 ist ein globales Unternehmen, das verschiedene Größen von Baggern, Ladern und Dieselmotoren produziert - von kompakten bis zu großformatigen Maschinen.- Bild: Doosan Infracore

  • Pentair

    Platz 15 belegt Pentair. Der irische Mischkonzern mit Sitz in Dublin produziert unter anderem Komponenten und Gehäuse für den Energiesektor, den Getränke- und Nahrungsmittelbereich, für die Industrie sowie für die Telekommunikationsbranche. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Bereich Brandschutz sowie Heiz- und Wassertechnik aktiv.- Bild: Pixabay

  • Terex Demag

    Terex ist ein bedeutender US-amerikanischer Hersteller von Baumaschinen mit Sitz in Westport, Connecticut. Der Konzern arbeitet in fünf Unternehmenssegmenten: Hubarbeitsbühnen, Baumaschinen, Krane, Materialaufbereitung und Bergbau sowie Straßenbau und rangiert auf Platz 14 der weltweit größten Maschinenbaukonzerne.- Bild: Terex/DEMAG

  • Dover Corporation

    Die Dover Corporation hat ihren Sitz in Grove (USA). Spezialisiert auf Energie, Flüssigkeiten, konstruierte Systeme, Kälte- & Nahrungsmittelausrüstung belegt dieses Unternehmen global Platz 13.- Bild: Dover Corp

  • Andritz AG

    Die Andritz AG – frühere Bezeichnung Maschinenfabrik Andritz Actiengesellschaft – ist ein österreichischer Konzern für Maschinen- und Anlagenbau mit Hauptsitz in Graz. Benannt ist das Unternehmen nach dem Grazer Stadtbezirk Andritz und ist der zwölftgrößte Maschinenbauer der Welt.- Bild: Andritz

  • AGCO Corporation

    AGCO (Allis-Gleaner Corporation) ist ein weltweit tätiger Hersteller von Landmaschinen mit Hauptsitz in Duluth (Georgia), USA. Aufgrund seiner weltweiten Präsenz bietet der Landmaschinenhersteller eine Vielzahl von Produkten an, welche von mehr als 2700 Händlern in über 140 Ländern vertrieben werden. AGCO erreicht Platz 11 mit einem Umsatz von über 9 Milliarden Euro.- Bild: AGCO

  • OMRON Corporation

    Platz 10: Die japanische Omron ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit mehreren Geschäftsfeldern wie Industrieautomation, elektronische Komponenten, öffentliche Systeme und Medizintechnik. Hauptsitz ist in Kyōto, Japan.- Bild: Omron

  • China Shipbuilding Industry Company Limited

    China Shipbuilding Industry Corporation ist ein chinesisches Unternehmen mit Firmensitz in Peking. Das Unternehmen ist im Schiffbau und als Rüstungshersteller tätig und schippert auf Platz 9 des weltweiten Ranking.- Bild: China Shipbuilding Industry Company

  • Sandvik AB

    Sandvik ist eines der größten Industrieunternehmen Schwedens. Das Unternehmen, das in der Spezialstahl-Industrie tätig ist, wurde 1862 im schwedischen Sandviken gegründet. Mit einem Jahresumsatz von rund 9 Milliarden Euro belegen die Schweden Platz 8. - Bild: Sandvik

  • Parker-Hannifin Corporation

    Platz 7 nimmt Parker Hannifin Corporation ein. Parker Hannifin Corporation ist ein 1917 von Arthur L. Parker gegründetes Maschinenbauunternehmen aus den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen setzt jährlich fast 11 Milliarden Euro um.- Bild: Parker Hannifin

  • Atlas Copco AB

    Atlas Copco ist ein schwedischer, international agierender Industriekonzern. Sitz des Unternehmens ist Nacka in der Nähe von Stockholm. Mit einem Jahresumsatz von fast 11 Milliarden Euro liegt der Konzern im internationalen Maschinenbauvergleich auf Platz 6.- Bild: Atlas Copco

  • Illinois Tool Works Inc

    Platz 5 belegt Illinois Tool Works (ITW), ein US-amerikanisches Unternehmen mit Firmensitz in Glenview, Illinois. IZur ITW-Gruppe gehören zur Zeit in 56 Ländern ca. 825 Tochtergesellschaften, die über 51.000 Mitarbeiter beschäftigen. - Bild: Newmac Equipment

  • Komatsu Ltd.

    Der japanische Industriekonzern Komatsu ist laut dem Statista Ranking der viertgrößte Maschinenbauer der Welt mit einem Umsatz von fast 14 Milliarden Euro. Zur Gruppe gehören weltweit 185 Unternehmen und 25 Fabriken. Komatsu und Caterpillar bauen zusammengerechnet etwa 85 Prozent der weltweit hergestellten Bergbaumaschinen.- Bild: Komatsu

  • CNH Industrial

    Platz 3 belegt die niederländische CNH Industrial. Das Unternehmen stellt Investitionsgüter, wie Nutzfahrzeuge her und ist durch die Fusion von CNH Global und Fiat Industrial parallel zu Fiat Chrysler Automobiles entstanden. Zu den Marken des Konzerns gehören Iveco, Iveco Bus, Case IH, Steyr, New Holland oder Magirus. - Bild: CNH Industrial

  • Deere & Company

    Platz 2: Deere & Company. John Deere ist sowohl der Name des Gründers als auch die Hauptmarke des US-amerikanischen Unternehmens Deere & Company, des Weltmarktführers im Bereich Landtechnik (2007). Der Name John Deere wird häufig als Synonym für das Unternehmen verwendet. Zu den weiteren Produkten des Unternehmens gehören forstwirtschaftliche Maschinen, Baumaschinen und Geräte zur Rasen- und Grundstückspflege, die durch ein internationales Vertriebsnetz weltweit angeboten werden.- Bild: Deere

  • Caterpillar Inc.

    Der weltweit größte Maschinenbauer mit einem Umsatz von über 35 Milliarden Euro (2016) ist der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar. Das Unternehmen Caterpillar beschäftigt rund 95.000 Mitarbeiter weltweit und produziert unter anderem Muldenkipper, Bagger, Radlader, Planierraupen, Motorgrader und Baggerlader. - Bild: Caterpillar, Quelle: Statista

Fortschritte auf dem Weg zum Lösungsanbieter

„Im Geschäftsjahr 2017 haben wir auch große Fortschritte auf unserem Weg vom reinen Motorenlieferanten hin zum Lösungsanbieter gemacht, der seinen Kunden Antriebssysteme und ihre dauerhafte Verfügbarkeit bereitstellt“, erläutert Andreas Schell. Rolls-Royce Power Systems unterstützt seit vergangenem Jahr seine Kunden mit Experten in neuen Customer Care Centern in drei verschiedenen Zeitzonen. Neue digitale Instrumente, wie die App MTU GoAct oder die Internetplattform MTU GoManage, sollen den Service deutlich verbessern. Sie werden von einer 2017 gegründeten unternehmenseigenen Digitaleinheit entwickelt. 

Agenda 2018: Wachstum

„Für 2018 wird erwartet, dass die gesunde Dynamik anhält – wir streben weiteres Wachstum an, aber wir behalten unsere Flexibilität bei und führen unser Transformationsprogramm konsequent fort. Denn wir sind abhängig von volatilen Endmärkten“, erklärt Andreas Schell mit Blick in die Zukunft. „Auf unserer Agenda stehen die konsequente Digitalisierung speziell für Kunden und Service sowie die Elektrifizierung unserer Antriebssysteme. 2018 wird auch ein wichtiges Jahr für unsere neuen Partnerschaften in Asien, durch die wir unsere Produktionskapazitäten und Marktzugänge in wichtigen Fokusmärkten verstärken. Jetzt haben wir in allen drei großen Regionen Asien, Amerika und Europa Motoren- und Systemwerke.“

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