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Um profitabler zu werden, will der Industrie-Konzern Rolls-Royce 200 Stellen im Management streichen. - Bild: Rolls-Royce

Wie Rolls-Royce am Sonntag mitteilte, wird dafür ein freiwilliges Abfindungsprogramm auf den Weg bringen. Erst im Mai hatte der Londoner Konzern angekündigt, 400 Managementpositionen abzubauen. Überwiegend sollen die Stellen in der Sparte wegfallen, die Triebwerke für Airbus und Boeing baut.

Der Industriekonzern, der mit der gleichnamigen Edelautomarke nichts mehr zu tun hat, hatte in der Vergangenheit wiederholt Gewinnwarnungen veröffentlichen müssen. Nach einem Gewinneinbruch hatte Rolls Royce erstmals seit 1992 die Dividende senken müssen. Vorstandschef Warren East, der seit einem Jahr im Amt ist, hat im vergangenen Jahr ein Turnaround-Programm angestoßen.

Trotz des neuen Stellenabbaus hält Rolls-Royce aber an den Zielen für die Einsparungen fest. Ab Ende 2017 rechnet das Unternehmen mit Einsparungen von 150 bis 200 Millionen britischen Pfund.

Im ersten Halbjahr war Rolls-Royce in die roten Zahlen gerutscht. Grund dafür war eine bilanzielle Belastung wegen des Einbruchs des britischen Pfundes nach dem Brexit-Referendum. Nach der Neubewertung von US-Währungssicherungsinstrumenten schrieb der Konzern im Halbjahr unter dem Strich einen Verlust von 1,8 Milliarden Pfund. Im Vorjahreszeitraum hatte die Rolls-Royce Holdings Plc noch einen Nettogewinn von 360 Millionen Pfund verzeichnet.

Auf bereinigter Basis erzielte der Hersteller von Triebwerken für die Langstreckenflugzeuge von Boeing und Airbus einen Gewinn von 77 Millionen Pfund. Der Umsatz ging um 1 Prozent auf 6,5 Milliarden Pfund zurück