Für Roth & Rau verschlechtert sich das Branchenumfeld, viele Kunden ziehen Aufträge zurück (Bild:

Für Roth & Rau verschlechtert sich das Branchenumfeld, viele Kunden ziehen Aufträge zurück (Bild: Roth & Rau).

HOHENSTEIN-ERNSTTHAL (Dow Jones/ks)–Im ersten Halbjahr sollte der Umsatz sinken und ein “deutlich negatives” EBIT erzielt werden, teilte die Roth & Rau AG am Donnerstag mit. Im ersten Quartal lag das EBIT bei minus 7,3 Mio Euro.

Das Branchenumfeld verschlechtere sich, begründete das TecDAX-Unternehmen die Gewinnwarnung. Es gebe Verzögerungen bei der Umsatz- und Ertragsrealisierung aktueller Projekte, und Kunden hätten ihre Investitionsvorhaben auf den Prüfstand gestellt und vereinbarte Liefertermine verschoben. Im zweiten Quartal gingen neue Aufträge von rund 29 Mio Euro ein – dem standen jedoch Stornierungen von 17 Mio Euro gegenüber.

Die bisherige Prognose für 2011 sei daher nicht länger haltbar. Bisher ist das Unternehmen von einem Konzernumsatz von 300 Mio bis 325 Mio Euro bei einer EBIT-Marge von 4% bis 7% ausgegangen. Neue Prognosen nannte der Konzern aus Hohenstein-Ernstthal nicht und verwies auf die “erheblichen Unsicherheiten” über die weitere Marktentwicklung.

Die schweizerische Meyer-Burger-Gruppe will den deutschen Solaranlagenbauer übernehmen und hat sich per Ende Juni knapp 82% an Roth & Rau gesichert. Derzeit verzögert sich aber das Vorhaben, da die chinesischen Kartellbehörden das Prüfverfahren für den Erwerb des Unternehmens verlängern. Die Kartellfreigabe aus China ist die letzte offene Bedingung im Übernahmeangebot.