RWE Peter Terium

RWE behält nach der Aufspaltung des Konzerns das von Unsicherheit geprägte Geschäft mit der traditionellen Stromerzeugung und den Energiehandel. - Bild: RWE

Das teilte RWE am Freitag mit. Nach dem Vorhaben, das schon in der vergangenen Woche bekannt geworden war, wird der Energiekonzern zum Ende des nächsten Jahres mindestens zehn Prozent des aus den Wachstumsaktivitäten gebildeten neuen Unternehmens an die Börse bringen. RWE selbst behält das von Unsicherheit geprägte Geschäft mit der traditionellen Stromerzeugung und den Energiehandel.

Der Aufsichtsrat habe dem Plan von Vorstandschef Peter Terium einstimmig zugestimmt, teilte RWE nun mit. "Wir stärken mit diesem Umbau unsere Investitionskraft für die Energiewelt von morgen und damit auch die Zukunftsfähigkeit der gesamten RWE", zitierte der Konzern den Chef seines Kontrollgremiums, Manfred Schneider. RWE werde die neue Konzernstruktur nun "so zügig wie möglich und so sorgfältig wie nötig in die Praxis umsetzen", sagte Konzernchef Terium laut der Mitteilung vom Freitag.

Keine vollständige Trennung der Unternehmen

Mit dem Plan für eine Trennung der Zukunftsaktivitäten von der konventionellen Stromerzeugung folgt RWE in Teilen dem Beispiel des Konkurrenten Eon, der schon vor einem Jahr seine Aufspaltung angekündigt hatte. In bedeutenden Einzelheiten unterscheidet sich das Vorgehen der beiden Energiekonzerne aber: RWE überführt anders als Eon die Aktivitäten mit Wachstumspotenzial und nicht das angeschlagene Stromgeschäft in eine neue Gesellschaft. RWE strebt zudem keine vollständige Trennung der Unternehmen an. "Wir spalten den Konzern nicht auf", sagte Terium vor dem Hintergrund in der vergangenen Woche.

Er spielte damit auf die geplante Eigentümerstruktur an: RWE soll nach den Worten des Konzernchefs auch langfristig mindestens 51 Prozent an der Erneuerbare-Energien-, Netze- und Vertriebsgesellschaft halten. Damit bleiben die Geschäfte in der Bilanz der RWE AG vollkonsolidiert. Zugleich allerdings kann die neue Tochter etwa gegenüber Banken und den Aktionären als eigenständig auftreten. RWE erhofft sich für das Unternehmen dadurch einen besseren Zugang zu Investitionskapital.