Peter Terium

Peter Terium: "Die alte RWE ist Hauptprofiteur der neuen Gesellschaft. Durch Erfolg und Wachstum, durch Dividenden. Zudem könne der Konzern über "Anteilsverkäufe Liquidität schaffen."" - Bild: RWE

Das sagte Peter Terium bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Essen laut Redemanuskript.

RWE will das Geschäft mit erneuerbaren Energien, Netzen und den Vertrieb in eine neue Gesellschaft auslagern, die am 1. April unter dem Übergangsnamen RWE International startet. Den endgültigen Namen des neuen Unternehmens wird RWE im Sommer verkünden, wie Terium sagte. Voraussichtlich Ende des Jahres will der Konzern 10 Prozent der Anteile der Gesellschaft über eine Kapitalerhöhung an die Börse bringen. Das Geschäft mit den konventionellen Kraftwerken sowie der Energiehandel sollen im Konzern bleiben.

Durch den Umbau erhofft sich RWE einen besseren Zugang zu Kapital für sein Wachstumsgeschäft. "Die alte RWE ist Hauptprofiteur der neuen Gesellschaft", sagte Terium: "Durch Erfolg und Wachstum, durch Dividenden". Zudem könne der Konzern über "Anteilsverkäufe Liquidität schaffen", sagte Terium, der die neue Gesellschaft führen soll. "So könnten wir auch Verpflichtungen aus der Abwicklung der Kernenergie flexibel bedienen, ohne uns aus der Verantwortung zu stehlen." Eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission erarbeitet zurzeit einen Vorschlag, wie die Atomrückstellungen der vier Konzerne RWE, Eon, Vattenfall und ENBW für die Zukunft gesichert werden können.

RWE machen wie den anderen Versorgern die sinkenden Börsenstrompreise zu schaffen. Konzernweit ging das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr um knapp 5 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis der Erzeugungssparte brach um fast die Hälfte ein. Für das laufende Jahr rechnet RWE mit weiteren Rückgängen. "Bei historisch niedrigen Stromgroßhandelspreisen von derzeit rund 20 Euro je Megawattstunde Grundlastrom haben sich die Ertragsperspektiven weiter verschlechtert", sagte Terium.