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Eine Fertigstellung der Anlage sei "ökonomisch nicht zu vertreten". - Bild: RWE

Der Block werde nicht fertig gestellt, sondern stillgelegt, teilte der Energiekonzern am Freitag mit. Eine Fertigstellung der Anlage sei "ökonomisch nicht zu vertreten". Damit wird aus dem einst viel gepriesenen Projekt zum Teil eine Bauruine.

Bei dem Bau des Kraftwerks in Hamm mit einer Kapazität von 1.600 Megawatt gab es technische Probleme, weshalb sich die ursprüngliche Investitionssumme von 2 Milliarden Euro bereits erhöht hatte. Ursprünglich sollte die gesamte Anlage schon 2011 am Netz sein. Block E des Kraftwerks, das von RWE nach dem Ausstieg eines Stadtwerkeverbundes mittlerweile allein geführt wird, ist seit Juli 2014 im kommerziellen Betrieb.

Beim Block D kam es bei der Errichtung des Dampferzeugers aufgrund technischer Probleme allerdings zu gravierenden Schäden und Verzögerungen. In der Folge kletterten die Kosten, wodurch sich die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerksblocks deutlich verschlechtert habe, erklärte RWE. Gleichzeitig haben sich die Strom-Großhandelspreise in einem geänderten energiepolitischen Umfeld mehr als halbiert.

Eine Reparatur der Anlage sei nun nur unter Inkaufnahme erheblicher weiterer Verzögerungen und technischer Unwägbarkeiten möglich gewesen. Zur Übernahme der Kosten liefen derzeit Gespräche mit der Versicherung. Ansprüche auf Ersatz eines Teils des verzögerungsbedingten Schadens richten sich gegen den Hersteller des Dampferzeugers.