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RWE fordert rund 235 Millionen Euro Schadensersatz, weil der Energiekonzern auf Anordnung des Landes Hessen nach dem Reaktorunglück in Fukushima im März 2011 den Betrieb des Atomkraftwerks für drei Monate einstellen musste. - Bild: RWE

"Die Klägerseite wird bis Februar eine neue Schadensberechnung vornehmen", sagte ein Sprecher des Gerichts am Donnerstag, nachdem die erste mündliche Verhandlung in dem Verfahren zu Ende gegangen war.

RWE fordert rund 235 Millionen Euro Schadensersatz, weil der Energiekonzern auf Anordnung des Landes Hessen nach dem Reaktorunglück in Fukushima im März 2011 den Betrieb des Atomkraftwerks für drei Monate einstellen musste. Das Land und der Bund halten die geforderte Summe für zu hoch. Sie argumentieren, dass RWE wegen der Biblis-Stilllegung mit anderen Kraftwerken zusätzlichen Strom erzeugt habe und der Strompreis infolge der Stilllegung gestiegen sei. Diese zusätzlichen Einnahmen müsse RWE gegenrechnen.

Das Essener Landgericht muss nun klären, ob der Staat überhaupt für die entgangenen Gewinne haftet und ob der Bund oder das Land die Kosten tragen müsste. Der Gerichtssprecher rechnet erst für den nächsten Sommer mit einer Fortsetzung des Verfahrens.