RWE hat den Verkauf seiner Öl- und Gasfördertochter Dea trotz der Bedenken der britischen

RWE hat den Verkauf seiner Öl- und Gasfördertochter Dea trotz der Bedenken der britischen Regierung für 5,1 Milliarden Euro an die russische Investmentgesellschaft Letter One um den russischen Milliardär Michail Fridman verkauft. - Bild: RWE

RWE hat den Verkauf seiner Öl- und Gasfördertochter Dea trotz der Bedenken der britischen Regierung für 5,1 Milliarden Euro an die russische Investmentgesellschaft Letter One um den russischen Milliardär Michail Fridman verkauft.

Die britische Regierung hatte am Samstag angekündigt, dass sie dem Verkauf des britischen Dea-Geschäfts nicht zustimmen werde. Sie fürchtet, dass die Letter-One-Gruppe im Zuge der Ukraine-Krise das Ziel von Sanktionen des Westens werden könnte, was einen Weiterbetrieb der Felder verhindern könnte. Großbritannien könne die Unternehmen dazu veranlassen, die zwölf britischen Förderfelder an einen dritten Investor abzugeben, sagte Energieminister Ed Davey. Letter One kündigte daraufhin am Montag an, sich in diesem Falle juristische Schritte vorzubehalten.

RWE erwähnte in der Mitteilung vom Montag die Bedenken der britischen Regierung nicht.

Im Januar hatte RWE sich bereits dazu verpflichtet, das britische Dea-Geschäft innerhalb des ersten Jahres zurückzukaufen, falls die EU oder die USA Sanktionen gegen Letter One oder deren Eigner verhängen sollten. Damals hatte RWE sich mit Letter One auf einen Kaufpreis von 5 Milliarden Euro geeinigt. Die Summe habe sich aufgrund von Wechselkursschwankungen leicht erhöht, teilte RWE nun mit.

Dow Jones Newswires hatte bereits am Freitag berichtet, das Letter One und RWE den Deal am kommenden Montag abschließen wollen – auch ohne die Zustimmung der Regierung in London.

Ursprünglich wollte RWE die Transaktion bereits Ende 2014 umsetzen. Mit dem Verkauf will der Konzern Schulden abbauen. Ende September lasteten auf RWE Nettoverbindlichkeiten von knapp 31 Milliarden Euro.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke