Trotz der ablehnenden Haltung der britischen Regierung zum Verkauf des britischen Dea-Geschäfts an

Trotz der ablehnenden Haltung der britischen Regierung zum Verkauf des britischen Dea-Geschäfts an Letter One will RWE-Chef Peter Terium am Vollzug der Transaktion am 2. März festhalten. - Bild: RWE

Trotz der ablehnenden Haltung der britischen Regierung zum Verkauf des britischen Dea-Geschäfts an Letter One will RWE am Vollzug der Transaktion am 2. März festhalten.

Auf der Grundlage der im Januar abgeschlossenen Verträge mit Letter One habe die Nichterteilung des beantragten “Letter of Comfort” keine Auswirkungen auf den Vollzug der Transaktion am 2. März, teilte RWE am Sonntag ad-hoc mit.

Die Verträge sähen eine Übertragung von RWE Dea als Ganzes einschließlich des Großbritannien-Geschäfts vor, heißt es in der Mitteilung. Nur wenn innerhalb des ersten Jahres nach dem Vollzug die EU oder die USA Sanktionen gegen Letter One oder deren Eigner verhängen sollten, sei RWE zum Rückerwerb des Großbritannien-Geschäfts verpflichtet, teilte der Konzern weiter mit.

Britische Regierung will Verkauf stoppen

Die britische Regierung hatte am Samstag erklärt, dem Verkauf von Gas-Förderfeldern in der Nordsee durch RWE nicht zuzustimmen. RWE will diese im Zuge des geplanten Verkaufs seiner Öl- und Gasfördertochter Dea an die russische Investmentgesellschaft Letter One um den russischen Milliardär Michail Fridman abgeben. Die britische Regierung befürchtet, dass Fridman das Ziel von Sanktionen werden könnte, was einen Weiterbetrieb der Gas-Förderfelder verhindern könnte.

Energieminister Ed Davey teilte in einem Statement mit, sollte RWE den Deal im Volumen 5 Milliarden Euro an Letter One dennoch vollziehen, könnte er die Unternehmen “dazu veranlassen”, die 12 britischen Förderfelder, die rund 20 Prozent des Verkaufs ausmachen, an einen dritten Investor abzugeben. Die britische Regierung ist besorgt, das mögliche Sanktionen zu einem Schließen der Förderanlagen führen könnten.

Das Statement von Davey ging über die bereits vorgetragenen Sorgen der Regierung in London hinaus. Bislang war diese lediglich nicht bereit einen sogenannten “Letter of Comfort” für den Verkauf auszustellen.

Das “Wall Street Journal” hatte bereits am Freitag berichtet, das Letter One und RWE den Deal am kommenden Montag abschließen wollen, mit oder ohne die Zustimmung der Regierung in London. Der Dea-Verkauf hat bislang alle notwendigen Genehmigungen aus Norwegen, Deutschland und Dänemark sowie Lizenzen in Ländern wie Algerien, Turkmenistan und Guyana erhalten.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke