FRANKFURT (Dow Jones/FAZ/rm). “Saab ist definitiv gerettet”, sagte Muller der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ – Samstagausgabe). Das Unternehmen sei durchfinanziert, und ein Geschäftsplan für die nächsten Jahre vorhanden. Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker hatte die defizitäre General-Motors-Tochter Anfang des Jahres übernommen, nachdem General Motors bereits mit der Liquidation des Unternehmens begonnen hatte. Ab 2012 solle Saab wieder einen Gewinn erzielen, sagte Muller.

Im ersten Halbjahr 2010 wiesen Spyker und Saab jedoch insgesamt einen Verlust von 135 Mio EUR aus, wobei Spyker nach Aussagen von Muller nur ein halbes Prozent des gesamten Unternehmens ausmacht. Saab habe erst am 22. März wieder angefangen zu produzieren und habe seitdem nur 10 500 Autos hergestellt. Es habe Riesenprobleme mit den Zulieferern gegeben, da sich Saab seit Dezember schon in der Liquidation befanden habe, sagte Muller.

“Im gesamten Jahr werden wir etwa 45 000 Stück bauen, darunter 16 000 von unserer neuen Mittelklasse-Limousine, dem 9-5er”, sagte Muller. In diesem Jahr soll der Umsatz bei 1 Mrd EUR liegen.

Um in die Gewinnzone zurückzukehren, müsse Saab weiter umgestaltet werden. “Im Moment würden wir nur bei einem Jahresabsatz von 105 000 Autos Gewinn machen. Ich will das drücken auf 85 000 Autos. Dann werden wir ab 2012 Gewinn erzielen”, sagte Muller.