SABIC steigt bei INPRO ein 1

BERLIN (ba). Bisherige Gesellschafter der INPRO sind die Firmen Daimler, Siemens, ThyssenKrupp und Volkswagen sowie seit der Gründung 1983 auch das Land Berlin. SABIC bringt in das Joint Venture – insbesondere über die Abteilung Automobilindustrie ihrer strategischen Geschäftseinheit Innovative Plastics – 45 Jahre Erfahrung als führender Pionier für technische Kunststoffe und Anwendungsentwicklung in der Automobilindustrie mit und wird sich in vollem Umfang an den Innovationsprojekten der INPRO beteiligen. Die Beteiligung an diesem Joint Venture untermauert das jahrzehntelange konsequente Engagement von SABIC in der Industrie für die Weiterentwicklung innovativer Leichtbauwerkstoffe rund um den Globus sowie für die Unterstützung von OEM-Kunden bei der Bewältigung einiger ihrer schwierigsten Herausforderungen.

INPRO entwickelt innovative Technologien für den Leichtbau und die Null-Fehler-Produktion von Fahrzeugen. Ein strategisches Ziel ist auch die Entwicklung neuer Produktionstechniken für die Elektro- und Hybridfahrzeuge der Zukunft. INPRO arbeitet außerdem an innovativen Softwaretools, die Entwicklungszeiten verkürzen, die Produktionsplanung optimieren sowie die Gesamtenergieeffizienz in der Automobilproduktion verbessern.

INPRO hat in ihrer 28-jährigen Geschichte zahlreiche wichtige technologische Innovationen für die Automobilproduktion auf den Weg gebracht, darunter auch die Einführung von hochleistungsfähigen Festkörperlasern – eine Schlüsseltechnologie für Gewichtsreduzierung und höhere Insassensicherheit. INPRO hat zudem in hohem Maße zu Fortschritten in der computergestützten Produktionsentstehung in der Automobilindustrie beigetragen. Ein Beispiel hierfür ist die Pionierarbeit der INPRO im Bereich der Finite-Element-Simulation von Blechumformungsprozessen, die eine deutliche Reduzierung des Zeit- und Kostenaufwands für den Werkzeugbau ermöglicht hat.

Hierzu Dr. Joachim von Heimburg, General Manager für globale Innovations- und Forschungsprogramme bei SABIC: „Bahnbrechende Innovationen erfordern heute mehr denn je ein Ökosystem voneinander abhängiger Wirtschaftsführer, die wissen, wie man entlang der globalen Wertschöpfungskette von heute zusammenarbeitet. Als solches ist INPRO eine ideale Plattform für uns und ein weiteres Beispiel dafür, wie wir uns konsequent für die Art von Zusammenarbeit einsetzen, die notwendig ist, um die Innovationen im Fahrzeugbau voranzubringen und zu beschleunigen. Darüber hinaus sehen wir eine gute Chance, dass unsere Erfahrungen im Rahmen der INPRO unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung helfen werden, auch für Kunden in anderen Branchen und Märkten technologische Durchbrüche zu erreichen.“

Die Transaktion soll bis Ende 2011 abgeschlossen sein und unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und Regelungen der zuständigen Aufsichtsbehörden. Darüber hinaus werden keine Vertragsbedingungen offengelegt.