SAF Holland - hier die Dependance in Warrenton, USA - korrigiert seine Jahresprognose nach unten.

SAF Holland - hier die Dependance in Warrenton, USA - korrigiert seine Jahresprognose nach unten. - Bild: SAF Holland

SAF-Holland hat nach vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal 2018 den Umsatz um 15,0 Prozent auf 345,4 (Vj. 300,3) Millionen Euro gesteigert. Neben dem über Plan liegenden organischen Wachstum der Gruppe, trugen auch erstmals die im zweiten Quartal 2018 getätigten Zukäufe zum Anstieg bei. Die neu akquirierten Gesellschaften V.Orlandi, Italien (ab 1. April 2018) und York Transport Equipment (Asia) Pte. Ltd., Singapore (ab 1. Mai 2018) steuerten in Summe 21,1 Millionen Euro zum Konzernumsatz des zweiten Quartals 2018 bei. Auf organischer Basis - das heißt vor Währungskurs- und Akquisitionseffekten - baute SAF-Holland die Umsatzerlöse um 11,7 Prozent auf 335,5 (Vj. 300,3) Millionen Euro aus.

Neustrukturierung und Stahlpreise belasten

Die Umsätze in der Region Amerika erhöhten sich im zweiten Quartal 2018 in einem Marktumfeld, das weiterhin von einer sehr starken Kundennachfrage geprägt war, auf 123,0 (Vj. 116,8) Millionen Euro. Sequentiell gegenüber dem Vorquartal entsprach dies einer weiteren Steigerung um 20,7 Prozent.

Ergebnisseitig belasteten die noch notwendigen operativen Mehraufwendungen und Anlaufkosten für den neu strukturierten Produktionsverbund in Nordamerika das bereinigte EBIT der Region mit 2,3 Millionen f Euro (Q1 2018: 3,9 Millionen Euro). Neben anlaufbedingten Produktionsineffizienzen wirkten vor allem Expressfracht- und erhöhte Logistikkosten, die auch aus der nachfragebedingt branchenweit sehr angespannten Situation in der Lieferkette resultierten, kostenerhöhend. Zudem wirkten sich die vor allem in Nordamerika nochmals stark gestiegenen Stahlpreise kostenerhöhend aus.

Anpassungen mit Zeitverzögerung

Die Preissteigerungen können von SAF-Holland f in der Regel zwar zum großen Teil weitergegeben werden, die Anpassungen erfolgen allerdings mit einem deutlichen zeitlichen Verzug von bis zu sechs Monaten. Im zweiten Quartal 2018 summierte sich die Belastung aus den vorlaufenden Materialkosten in der Region Amerika auf 4,3 Millionen Euro (Q1 2018: 2,0 Millionen Euro). Damit blieb die Ergebnisentwicklung der Region Amerika insgesamt spürbar hinter den Planungen zurück. Allerdings setzte sich die sequentielle Ergebnisverbesserung fort. Die Region verbesserte die bereinigte EBIT-Marge im Vergleich zum ersten Quartal 2018 von -0,7 Prozent auf 0,6 Prozent im zweiten Quartal 2018 und kehrte damit in die Profitabilität zurück.

Die Regionen EMEA und APAC/China (inkl. Indien) entwickelten sich demgegenüber umsatz- und ertragsseitig unverändert sehr solide. Seit dem zweiten Quartal 2018 wird Indien und damit die zugekaufte York-Gruppe in den Konsolidierungskreis der Region APAC/China einbezogen (bisher EMEA/I).

Ausblick für das Gesamtjahr 2018 angepasst

Vor dem Hintergrund der vorläufigen Ergebnisse des zweiten Quartals 2018, der im aktuellen Marktumfeld zeitlich hinter der ursprünglichen Planung zurückgebliebenen Entwicklung beim Abbau der operativen Mehraufwendungen in den USA und, um die Effekte des fortgesetzten Preisanstiegs bei den Rohstoffpreisen für Stahl und Komponenten angemessen zu reflektieren, passt SAF-Holland das Jahresziel für das Gesamtjahr 2018 für die bereinigte EBIT-Marge von ursprünglich 8,0 Prozent bis 8,5 Prozent auf 7,0 Prozent bis 8,0 Prozent an. Unverändert plant das Unternehmen mit einer graduellen Ergebnisverbesserung in der Region Amerika in den kommenden Quartalen. Dazu soll neben Kostenoptimierungen und Preiserhöhungen auch maßgeblich die in der Umsetzung befindliche bessere Verzahnung der Kapazitätsplanungs- und Logistikprozesse in der Region Nordamerika beitragen.

Demgegenüber erwartet der Konzern für das Gesamtjahr 2018 jetzt ein über den ursprünglichen Erwartungen liegendes organisches Umsatzwachstum, das im Gesamtjahr 2018 bei 5 Prozent bis 7 Prozent (bisher 4 Prozent bis 5 Prozent) liegen soll. Positiv stellt sich die Lage bei den Akquisitionen dar: Die neu zugekauften Gesellschaften V.Orlandi und York werden 2018 voraussichtlich zusätzliche 60 Millionen Euro zu den Konzernumsatzerlösen beisteuern. Bisher wurden rund 50 Millionen Euro erwartet.

Mittelfristprognose 2020 bestätigt

Mit Blick auf die Mittelfristziele der Strategie 2020 bestätigt das Management Board von SAF-Holland das Ziel einer bereinigten EBIT-Marge von mindestens 8,0 Prozent und erwartet, im Geschäftsjahr 2019 auf Konzernebene bei der bereinigten EBIT-Marge wieder im Bereich von 8,0 Prozent bis 9,0 Prozent zu liegen.

Die vollständigen Zahlen inklusive Bilanz und Cashflow-Rechnung werden zusammen mit dem Finanzbericht zum zweiten Quartal 2018 am 14. August 2018 veröffentlicht.

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