Scheibenbremse von Saf-Holland

Saf-Holland produziert unter anderem die Scheibenbremse, die auf dem Bild zu sehen ist. Mit der Übernahme von V.Orlandi möchte das Unternehmen mit Sattelkupplungen weiter Fuß fassen. - Bild: Saf

Der Kaufpreis liegt bei rund 39 Millionen Euro für die ersten 70 Prozent. Für die noch ausstehenden 30 Prozent der Anteile an der Gesellschaft wurde eine Kaufoption für Saf-Holland vereinbart, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeübt werden kann. Der Vollzug der Transaktion wird spätestens für das zweite Quartal 2018 erwartet.

Position bei Kupplungssystemen und –komponenten soll gestärkt werden

Saf-Holland CEO Detlef Borghardt fasst die Motive zusammen: "Mit dem Zukauf von V.Orlandi vollziehen wir den nächsten Schritt bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie 2020. Zum einen verstärken wir unsere strategische Marktposition bei Sattelkupplungen und bauen unser Know-how bei Kupplungssystemen für Anhänger und Nischenfahrzeuge aus. Zum anderen ergänzen wir unsere Aufstellung in wichtigen regionalen Märkten wie Russland, dem Nahen Osten und Australien. Dabei verfügt V.Orlandi über ein starkes Ersatzteil- und Zubehörgeschäft, das sich hervorragend mit unseren Aftermarket-Aktivitäten kombinieren lässt".

Der bisherige Geschäftsführer, Gianpietro Mascialino, wird dem Unternehmen auch weiterhin als Managing Director zur Verfügung stehen. Das Unternehmen soll auch nach der Übernahme unter seiner eigenen Marke operieren.

Rückblick auf 2017

Saf-Holland am Standort Warrenton
Saf-Holland hat weltweite Standorte, wie auf dem Bild in Warrenton, USA. - Bild: Saf

Wie bereits Ende Februar 2018 auf Basis vorläufiger Zahlen berichtet, konnte Saf-Holland die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2017 um 9,3 Prozent auf 1.138,9 Millionen. Euro steigern und übertraf damit das Vorjahr um 96,9 Millionen Euro. Negative Währungseffekte und ein positiver Konsolidierungseffekt aus dem Zukauf der brasilianischen Gesellschaft KLL hielten sich die Waage, so dass auch das organische Umsatzwachstum 9,3 Prozent erreichte.
Die berichteten Umsatzerlöse stiegen um 8,6 Prozent auf 274,2 Millionen Euro (Vorjahr: 252,6). Darin enthalten waren negative Effekte aus der Währungskursumrechnung in Höhe von 11,4 Millionen. Euro.

Das bereinigte Ebit stieg 2017 auf 91,2 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug der Wert 90,4 Millionen Euro. Die Dividende soll von 0,44 Euro pro Aktie auf 0,45 Euro pro Aktie leicht steigen.

Positive Entwicklung wird erwartet

Für das erste volle Jahr nach erfolgter Einbeziehung von V.Orlandi in den Konsolidierungskreis des Saf-Holland Konzerns wird erwartet, dass V.Orlandi Umsatzerlöse in Höhe von rund 22 Millionen. Euro beiträgt. Dabei soll eine bereinigte Ebit-Marge um die 15 Prozent erreicht werden.