“Wir müssen damit rechnen, dass die Rohmaterialpreise im dritten Quartal des laufenden Jahres weiter steigen”, sagte CEO Wolfgang Leese am Rande der Hauptversammlung. Laut Leese könnten die Produktionskosten für Rohstahl 2010 aufgrund steigender Preise für Eisenerz, Kokskohle und Altmetall um insgesamt 200 EUR je Tonne steigen, wie aus dem Redemanuskript hervorgeht. Ungeachtet der Unsicherheit bei der Entwicklung der Stahlpreise und der Nachfrage hält es Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller nach ThyssenKrupp unverändert für möglich, sich 2010 mit Blick auf das Vorsteuerergebnis der Gewinnschwelle zu nähern. Salzgitter wolle ihre Bemühungen fortsetzen, die Preiserhöhungen über höhere Stahlpreise an ihre Kunden weiterzureichen, sagte Leese weiter. Dies bleibe allerdings ein schwieriges Unterfangen. “Bei einigen Kunden funktioniert das, bei anderen nicht”, fügte der Manager hinzu. Den im Frühjahr 2009 stillgelegten Hochofen werde Salzgitter wie geplant im Juli wieder anfahren, sagte Leese. Das Wiederanfahren geschehe wegen der höheren Nachfrage einiger Geschäftssparten wie der Röhrensparte und nicht wegen einer höheren Nachfrage auf dem Weltmarkt. Salzgitter hatte den Hochofen im Frühjahr 2009 wegen der schwachen Nachfrage heruntergefahren.