Thyssenkrupp Salzgitter Fusion Dementi

Die Salzgitter AG hat Gespräche mit Thyssenkrupp über eine mögliche Fusion im Stahlsektor dementiert. - Bild: Thyssenkrupp AG

Damit dementierte er einen Bericht des US-Informationsdienstes Platts, der unter Berufung auf einen Insider über Gespräche zwischen Thyssenkrupp und Salzgitter berichtet hatte, die von deutschen Politikern unterstützt würden.

Der Bericht "entbehrt jeder Grundlage", sagte der Salzgitter-Sprecher und verwies auf frühere Äußerungen des Vorstandschefs Heinz Jörg Fuhrmann.

Der Salzgitter-Chef hatte gesagt, dass sein Konzern keine Fusionen oder Zusammenlegungen plane. Für diesen Kurs habe Salzgitter die "Rückendeckung" des Aufsichtsrats, in dem auch der niedersächsische Finanzminister Peter-Jürgen Schneider vertreten ist, sagte der Sprecher am Donnerstag. Das Land Niedersachsen hält 26,5 Prozent der Anteile an dem Stahlkonzern.

Heinz Jörg Fuhrmann
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG. - Bild: Salzgitter AG

Ein Thyssenkrupp-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies darauf, dass sich der Konzern angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage schon seit Längerem für eine Konsolidierung in der europäischen Stahlbranche ausspreche. "Jeder spricht mit jedem", wiederholte der Sprecher eine frühere Äußerung.

Thyssenkrupp hatte im Juli bestätigt, Gespräche mit Tata Steel über einen Stahlzusammenschluss in Europa zu führen. Konzernchef Heinrich Hiesinger sagte in der vergangenen Woche, dass Thyssenkrupp mit mehreren Parteien spreche.