Stahlbau, Stahlpreise, Maschinen- und Anlagenbau, Edelstahl, u Stahl

Die einsetzende Marktstabilisierung veranlasste die Salzgitter AG bereits am 28. Juni 2016 dazu, ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 anzuheben. - Bild: Salzgitter AG

Vor allem wegen des stärkeren zweiten Quartals erzielte der Salzgitter-Konzern im ersten Halbjahr 2016 einen Vorsteuergewinn, zu dem die fortlaufende, erfolgreiche Umsetzung der internen Restrukturierungsmaßnahmen einen entscheidenden Beitrag leistete. Zwar spiegelte sich der seit dem Herbst 2015 von Billig-Importen – in erster Linie aus China, aber auch aus Russland und der Ukraine – verursachte immense Preisdruck in den Resultaten des Flach-stahl- und Grobblechsegments wider, Gewinnbeiträge der übrigen Bereiche sowie des Aurubis-Engagements kompensierten dies jedoch vollständig.

Erste EU-Antidumping-Maßnahmen bewirkten seit dem Frühjahr 2016 einen überraschend kräftigen Rückgang chinesischer Importe sowie einen damit einhergehenden Anstieg der Preisniveaus vieler Stahl-produkte. Die einsetzende Marktstabilisierung veranlasste die Salzgitter AG bereits am 28. Juni 2016 dazu, ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 anzuheben.

Keine generelle Lösung der Probleme des EU-Marktes

Der Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann kommentierte: „Dank der konsequenten Umsetzung unserer auf Selbsthilfe basierenden Maßnahmenprogramme sowie unserer exzellenten technischen und finanziellen Substanz können wir mit Zuversicht nach vorne blicken. Dies wird auch von unserer Ergebnisentwicklung untermauert. Wir begrüßen die dringend erforderlichen Antidumping-Initiativen der EU-Kommission, ohne die wesentliche Teile der europäischen Stahlindustrie mittelfristig in Frage gestellt wären. Da Umfang und Nachhaltigkeit der eingeleiteten Maßnahmen jedoch nicht absehbar sind und von einer generellen Lösung der Probleme des EU-Marktes gegenwärtig noch keine Rede sein kann, werden wir auch weiterhin den Fokus auf die Optimierung von Prozessen und Strukturen unseres eigenen Unternehmens setzen. Diesen Weg dürfen und werden wir nicht verlassen.“

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