Salzgitter

Der norddeutsche Stahlkonzern Salzgitter rechnet mit einer Steuerbelastung von 15 Millionen Euro. - Bild: Salzgitter

Grund sei eine geänderte Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs für Dividendenerträge. Der norddeutsche Stahlkonzern rechnet laut Mitteilung vom Donnerstag mit einer Belastung von 15 Millionen Euro. An der Jahresprognose, wonach ein Gewinn vor Steuern im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet wird, hält Salzgitter aber fest.

Dem Urteil vom Mittwoch zufolge seien Dividendenerträge, die der Entleiher bei einer Wertpapierleihe erzielt habe, unter bestimmten Umständen nicht als steuerfrei anzusehen. Dies gelte für alle noch nicht abgeschlossenen Steuerjahre. Bisher hatten die Finanzbehörden laut Salzgitter solche Erträge als steuerbefreit behandelt.

Der Salzgitter-Konzern habe - wie viele andere Unternehmen - in der Vergangenheit auch von dem Instrument der Wertpapierleihe Gebrauch gemacht. "Er ist daher voraussichtlich von dieser neuen Rechtsprechung betroffen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Das Unternehmen habe sowohl für etwaige nachträgliche Steuerzahlungen als auch für damit verbundenen Zinszahlungen Rückstellungen gebildet. Infolge der weitgehenden Deckung durch diese Rückstellungen werde aber das Ergebnis vor Steuern nach ersten Einschätzung mit der genannten Millionensumme belastet. Darüber hinaus rechne die Salzgitter AG wir mit einem Steuermehraufwand von etwa 26 Millionen Euro.