SALZGITTER (Dow Jones/rm). Der Stahlkonzern plane bei den Verhandlungen mit den Kunden der Automobilbranche keine Umstellung auf quartalsweise Verträge, sagte Finanzvorstand Heinz Jörg Fuhrmann am Mittwochmittag bei einer Telefonkonferenz für Analysten nach Vorlage der Erstquartalszahlen.

Ziel seien längerfristige Vereinbarungen mit Preisanpassungsmechanismus, sagte Fuhrmann. Konkrete Aussagen zur geplanten Ausgestaltung machte der Finanzvorstand nicht. In sechs bis acht Wochen werde man hier mehr Klarheit haben, sagte er. Der DAX-Konzern muss demnächst die Verträge mit den meisten Unternehmen der Automobilbranche neu verhandeln.

Ende April hatte es von Salzgitter noch geheißen, in den Verhandlungen mit der Automobilindustrie sollten auch kürzere Laufzeiten vereinbart werden. Zudem will der DAX-Konzern angesichts der gestiegenen Rohstoffkosten höhere Preise durchsetzen.

Die Eisenerz- und Kokskohlelieferanten sind von der jahrzehntelang üblichen einjährigen Preisbindung abgerückt. Sie praktizieren jetzt quartalsweise Abschlüsse, was zu größeren Preisschwankungen führt und Stahlkonzerne wie Salzgitter vor erhebliche Herausforderung stellt.