Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern verbesserte sich im vergangenen Jahr unter anderem dank

Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern verbesserte sich im vergangenen Jahr unter anderem dank seines Sparprogramms deutlich und näherte sich einem ausgeglichenen Ergebnis. - Bild: Salzgitter

Der Stahlkonzern Salzgitter will seine Dividende angesichts der positiven Ergebnisentwicklung stabil halten: Das Unternehmen plant, für 2014 wie im Vorjahr 20 Cent je Aktie auszuschütten.

Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern verbesserte sich im vergangenen Jahr unter anderem dank seines Sparprogramms deutlich und näherte sich einem ausgeglichenen Ergebnis: Unter dem Strich stand bei Salzgitter ein Minus von 34,7 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr war noch ein Verlust von 492,7 Millionen Euro angefallen. Für 2015 rechnet der Konzern mit weiteren Fortschritten.

Salzgitter hatte bereits Ende Februar Zahlen über Eckdaten des Geschäftsverlaufs veröffentlicht. Der Vorsteuerverlust schrumpfte im vergangenen Jahr von 482,8 Millionen Euro auf 15,2 Millionen Euro. Der Konzern hatte ein Ergebnis “nahe Breakeven” in Aussicht gestellt. Zu der Entwicklung trugen auch Erträge aus der Beteiligung an dem Kupferhersteller Aurubis bei.

Der Umsatz von Salzgitter ging hingegen leicht zurück. Der Konzern erlöste 9,04 Milliarden Euro, nach 9,31 Milliarden Euro im Vorjahr. Bereits im November hatte das Unternehmen seine Umsatzprognose von 10 Milliarden Euro auf 9 Milliarden Euro gesenkt.

hohe weltweite Überkapazitäten drücken auf Preise

Salzgitter leidet wie andere Unternehmen der Stahlbranche unter hohen weltweiten Überkapazitäten, die auf die Preise drücken. Auf die Probleme reagierte der Konzern unter anderem mit dem Sparprogramm Salzgitter 2015, das die Kosten jährlich um 200 Millionen Euro senken soll. Unter anderem mithilfe dieser Maßnahmen will das Unternehmen seine Ergebnisse im laufenden Jahr weiter verbessern. Salzgitter rechnet für 2015 mit einem Umsatz von 9,5 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis soll im “unteren zweistelligen Millionenbereich” positiv sein.

Mit negativen Auswirkungen rechnet der Konzern durch das Ende des South-Stream-Projekts. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen zeitweise von einem Auftrag zum Bau von Röhren der Pipeline für die Salzgitter-Beteiligung Europipe profitiert. Ende des vergangenen Jahres verkündete der russische Gaskonzern Gazprom aber das Ende des Projekts. Salzgitter prognostizierte daraufhin eine Belastung des eigenen Ergebnisses “im unteren zweistelligen Millionenbereich”.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke