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Der Stahlkonzern Salzgitter hält in diesem Jahr einen höheren Vorsteuergewinn für möglich. - Bild: Salzgitter

Im November hatte der Konzern für das laufende Jahr einen Vorsteuergewinn von 30 bis 60 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die Sorgen in seiner Branche vor einer Ausweitung protektionistischer Maßnahmen durch die "America First"-Politik der neuen US-Administration hält der Salzgitter-Verantwortliche indes für übertrieben. "Grundsätzlich halte ich die schon während des Wahlkampfes und erst recht nach dem Ausgang der Wahl wahrnehmbare Trumpomanie für reichlich überzogen", sagte er gegenüber dem Blatt. Schon heute sei nahezu jede stahlverbrauchende Region auf der Welt durch handelspolitische Maßnahmen wie Zölle abgeschirmt.

Fuhrmann warnt vor Handelskriegen

Handelsstreitigkeiten hätten oftmals selbst auf Unbeteiligte negative Wirkungen, meinte der 60-Jährige weiter. Es sei aber "noch lange nicht so weit und voreilende Hysterie hilft weder beim Denken noch in der Diplomatie". Dennoch bezweifelt der Salzgitter-Chef, ob der Plan des neuen US-Präsidenten Donald Trump, dass künftig die gesamte Wertschöpfung von der Stahlerzeugung bis zur Rohrproduktion in den USA zu erfolgen habe, den Prinzipien der Welthandelsorganisation (WTO) entspreche.

"Es wird gegebenenfalls zu prüfen sein, inwieweit unsere Rohrwerke in den USA mit inländischem Vormaterial versorgt werden können", meinte Fuhrmann, der die Lage für das MDAX-Unternehmen gelassen sieht. Der Anteil des US-Geschäfts am Konzernumsatz von Salzgitter belaufe sich auf 8,5 Prozent.

Das größte Potenzial für eine Marktdestabilisierung gehe nach wie vor von China aus. In den vergangenen Quartalen hätten andere Länder versucht, Positionen, die China in der EU geräumt habe, zu besetzen. "Wir müssen generell auf alle achten, die aggressiv in den EU-Markt exportieren."