Im Kampf um die Macht bei Samsung ist mit der KCC Corp ein neuer Befürworter der Pläne des

Im Kampf um die Macht bei Samsung ist mit der KCC Corp ein neuer Befürworter der Pläne des Samsung-Erben Lee Jae-yong auf den Plan getreten. - Bild: Imago

Im Kampf um die Macht beim südkoreanischen Firmenimperium Samsung ist mit der KCC Corp ein neuer Befürworter der Pläne des Samsung-Erben Lee Jae-yong auf den Plan getreten.

Der lokale Zulieferer KCC sicherte sich einen Anteil von 5,8 Prozent an Samsung C&T und stieg damit zum viertgrößten Aktionär des Bau- und Handelsunternehmens auf, das mit der De-Facto-Holdinggesellschaft Cheil Industries verschmolzen werden soll. Laut Samsung C&T erschließt sich dem neuen Anteilseigner KCC die Bedeutung der geplanten Verschmelzung.

Cheil ist das Schlüsselunternehmen für die Lee-Familie, die dadurch dutzende Unternehmen kontrolliert. Einer der wichtigsten Beteiligungen von Cheil ist die an Samsung Life, die wiederum mehr als 7 Prozent an dem weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung Electronics hält. Mit der Verschmelzung von Samsung C&T und Cheil würde die Lee-Familie ihre Macht über das Firmenkonglomerat Samsung weiter festigen, denn mit einem geschätzten Anteil von 16,5 Prozent würde Lee Jae-yong, Sohn des erkrankten Patriarchen Lee Kun-hee, als größter Anteilseigner an dem neuen Unternehmen aus der Verschmelzung hervorgehen.

Kritiker befürchten, dass die Lee-Familie ihre Macht bei Samsung mit diesem Schritt weiter zementieren und die Minderheitsaktionäre dabei an den Rand drängen könnte. Außerdem wird gemutmaßt, dass der Samsung-Erbe mit dieser Transaktion auch auf bessere Durchgriffsmöglichkeiten bei Samsung Electronics abzielt. Denn Samsung C&T hat einen Anteil von 4,06 Prozent an Samsung Electronics, Cheil Industries wiederum ist an dem Elektronikunternehmen Stand Ende März mit 23,2 Prozent beteiligt.

Zuletzt hatte sich der aktivistische Investor Paul Singer mit seinem Hedgefonds Elliott als Gegner dieser Pläne positioniert und einen Anteil von 7,1 Prozent an Samsung C&T erworben. Am Dienstag reichte Elliott, nunmehr drittgrößter Anteilseigner von Samsung C&T, zudem bei Gericht eine Beschwerde gegen den geplanten Zusammenschluss ein, der nach Ansicht des US-Hedgefonds nicht im besten Interesse der Aktionäre ist. Die erste Anhörung in der Sache ist für Freitag geplant.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht