Das südkoreanischen Firmenimperium Samsung hat eine weitere Hürde bei der geplanten Verschmelzung

Das südkoreanischen Firmenimperium Samsung hat eine weitere Hürde bei der geplanten Verschmelzung von zwei Tochterunternehmen genommen. - Bild: Samsung

Das südkoreanischen Firmenimperium Samsung hat eine weitere Hürde bei der geplanten Verschmelzung von zwei Tochterunternehmen genommen.

Ein Gericht in Südkorea stellte sich auf die Seite des Konglomerats. Die Entscheidung vom Dienstag könnte den Ausgang des umstrittenen Fusionsvorhabens beeinflussen.

Das zentrale Bezirksgericht in Seoul entschied am Dienstag, dass der Verkauf eigener Aktien des Bau- und Handelsunternehmens Samsung C&T an den lokalen Zulieferer KCC rechtens war. Der veräußerte Anteil beläuft sich auf 5,8 Prozent. Die Richter wiesen damit einen Antrag des US-Hedgefonds Elliot Associates zurück, der den Verkauf blockieren wollte.

Die KCC-Beteiligung an Samsung C&T, die sich nach der Transaktion bei 6 Prozent liegt, gibt dem Zulieferer eine größere Stimme bei der Abstimmung am 17. Juli über die geplante Verschmelzung von Samsung C&T und der De-Facto-Holdinggesellschaft des Mutterkonzerns Samsung Electronics, Cheil Industries. Dem Baustoffunternehmen KCC erschließe sich die Bedeutung einer “reibungslosen Fusion” mit Cheil Industries, hatte Samsung mitgeteilt.

Der Hedgefonds Elliott, der 7,1 Prozent an Samsung C&T hält, argumentiert dagegen, es sei unangemessen für das Unternehmen, eigene Aktien an eine befreundete Partei zu verkaufen, um die Fusionspläne zu unterstützen. Der Fonds des aktivistischen Investors Paul Singer lehnt den Zusammenschluss ab, weil er den Samsung-C&T-Aktionären zum Nachteil gereiche.

Das Gericht in Seoul stellte bei dem Verkauf eigener Aktien durch Samsung C&T an KCC jedoch keine Rechtsmängel fest.

Bei der Abstimmung entscheiden die Aktionäre mit Zwei-Drittel-Mehrheit über die Fusion, und Analysten rechnen damit, dass die Pläne abgesegnet werden.

Eine Samsung-Sprecherin sagte, der Konzern begrüße die Entscheidung des Gerichtes, und fügte hinzu: “Wir glauben fest daran, dass die vorgeschlagene Fusion im besten Interesse des Unternehmens und unserer Aktionäre ist.” Eine Sprecherin für Elliott war nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht