Galaxy S6 Edge rettet Smartphonehersteller - Trotzdem Gewinnrückgang siebtes Quartal in Folge. -

Galaxy S6 Edge rettet Smartphonehersteller - Trotzdem Gewinnrückgang siebtes Quartal in Folge. - Bild: Samsung

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung rechnet das siebte Quartal in Folge mit einem Gewinnrückgang.

Das operative Ergebnis werde im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal voraussichtlich um vier Prozent niedriger ausfallen und bei 6,9 Billionen Koreanische Won (umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro) liegen, teilte der Technologieriese am Dienstag mit. Der Umsatz dürfte 8,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen, und zwar bei 48 Billionen Won. Analysten hatten ursprünglich mit einer starken Erholung nach den enttäuschenden Ergebnissen im zweiten Quartal 2014 gerechnet.

Das zweite Quartal dieses Jahres dürfte damit aber immer noch deutlich besser ausfallen als das Vorquartal, als Samsung wegen des scharfen Wettbewerbs – insbesondere mit US-Konkurrent Apple – einen Rückgang beim operativen Gewinn von 30 Prozent im Jahresvergleich verzeichnet hatte.

Die endgültigen Quartalsergebnisse werden im Monatsverlauf vorgelegt. Da die Chipsparte robustes Wachstum verzeichnen dürfte, liegen die Probleme wohl in dem einstigen Vorzeigegeschäft mit Handys und zeigen somit die Schwierigkeiten in dem schnelllebigen Smartphone-Markt auf. Denn obwohl das Galaxy S6 und dessen Variante mit gewölbtem Display, das Galaxy S6 Edge, von Branchenexperten und Kunden bei der Einführung im April gleichermaßen gefeiert wurden, scheint sich Samsung bei der Nachfrage verkalkuliert zu haben. Kreisen zufolge rechnete der Konzern anfangs damit, dass auf vier Galaxy S6 eine Galaxy S6 Edge verkauft werden würde. Dementsprechend sei auch die Produktion eingestellt worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Doch die Nachfrage nach beiden Modellen sei relativ gleich ausgefallen.

Für das zweite Quartal rechnen Analysten mit Lieferungen von 71 bis 76 Millionen Smartphones, wovon die beiden S6-Modelle etwas mehr als 20 Prozent ausmachen dürften. Im Vorjahresquartal wurden laut Strategy Analytics 74,5 Millionen Smartphones ausgeliefert.

Nach einem jahrelangen robusten Gewinnwachstum, angetrieben von der Beliebtheit der Smartphones Galaxy S, läutete die Markteinführung des Smartphones Galaxy S5 den Negativtrend ein, denn dieses Modell war von den Kunden nicht angenommen worden. Zudem gab der Konzern Marktanteile an Billigkonkurrenten aus China und Indien ab, die Samsung auch weiterhin Schwierigkeiten bereiten dürften.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht