Galaxy Note 7 Samsung

In den vergangenen Tagen gab es trotz neuer Galaxy-Akkus immer wieder Berichte über überhitzte oder qualmende Geräte. - Bild: Samsung

Die Maßnahme unterstreicht die Schwierigkeit für Samsung, die Batterieprobleme bei den Geräten zu beheben. In den vergangenen Tagen gab es trotz neuer Galaxy-Akkus immer wieder Berichte über überhitzte oder qualmende Geräte. Daraufhin zogen diverse Mobilfunkanbieter in den USA nun die Reißleine. Sowohl Verizon als auch AT&T und T-Mobile US stoppten die laufende Austauschkaktion für das Galaxy Note. Zurück in die Läden gebrachte Geräte mit potenziell defekten Akkus würden nicht gegen neue Modelle ausgetauscht, erklärten die Unternehmen am Sonntag.

In der vergangenen Woche gab es bei mindestens vier Galaxy Note erneut Probleme mit den Akkus. Darunter waren angeblich auch Smartphones mit bereits ausgetauschten Batterien.

Samsung hat die jüngsten Vorfälle mit ausgetauschten Geräten bisher nicht bestätigt. Am Freitag kündigte der Apple-Rivale an, die neuen Berichte über qualmende Akkus schnellstmöglich aufklären zu wollen.

Der weltweit größte Smartphonehersteller hatte jüngst eingeräumt, bis zu 2,5 Millionen Handys des Modells Galaxy Note 7 wegen fehlerhafter Akkus austauschen zu wollen. Bei den Batterien kann es zur Überhitzung kommen und in Extremfällen können die Akkus explodieren. In der weltweiten Smartphonebranche hat es bisher noch nie einen Rückruf in dieser Größenordnung gegeben.

Trotz der immensen Belastungen aus dem Rückruf sind die Auswirkungen auf die Aktie und den Gewinn des Unternehmens begrenzt. Samsung rechnet im dritten Quartal sogar mit einem leichten Gewinnanstieg. Ein starkes Halbleiter- und Bildschirmgeschäft dürfte für die insgesamt recht erfreuliche Entwicklung verantwortlich sein, begründeten die Südkoreaner ihren Ausblick erst vergangene Woche.

Die Samsung-Aktie hatte nach den ersten Berichten über explodierende Smartphones noch 13 Prozent verloren, erholte sich aber angesichts einer bisher recht reibungslosen Austauschaktion rasant und erreichte vergangene Woche sogar ein Rekordhoch. Zum Wochenstart verliert das Papier am Montag angesichts der neuen Schwierigkeiten allerdings über 3 Prozent an Wert.