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Samsung hat die Verkäufe des Galaxy Note 7 nach den jüngsten Vorfällen über brennende Smartphones weltweit gestoppt. - Bild: Pixabay

Am Montag hatte der weltweit größte Smartphonehersteller bereits die Produktion des Galaxy Note 7 gestoppt. Aktuell würden Die jüngsten Vorfälle eingehend untersucht, hieß es am Dienstag von Samsung. 

Die Samsung-Aktie kommt am Dienstag deutlich unter Druck, das Papier verliert rund 7 Prozent. Die Negativnachrichten rund um das Galaxy Note 7 belasteten nicht nur die Aktie, erklärt Jingyi Pan, Analyst vom Broker IG. Auch der südkoreansiche Leitindex Kospi und die Währung des Landes würden in Mitleidenschaft gezogen.

Samsung reagiert mit dem Verkaufsstopp auf Berichte der vergangenen Tage, wonach es trotz neuer Galaxy-Akkus immer wieder Vorfälle wegen überhitzter oder qualmender Geräte gab. Diverse Mobilfunkanbieter in den USA hatten daraufhin bereits die Reißleine gezogen. Verizon, AT&T und T-Mobile US stoppten die laufende Austauschkaktion für das Galaxy Note.

Viele Fragen offen

Der weltweit größte Smartphonehersteller hatte vor Wochen angekündigt, bis zu 2,5 Millionen Handys des Modells Galaxy Note 7 wegen fehlerhafter Akkus auszutauschen. Bei den Batterien kann es laut Samsung zur Überhitzung kommen und in Extremfällen können die Akkus sogar explodieren. In der weltweiten Smartphonebranche hat es bisher noch nie einen Rückruf in dieser Größenordnung gegeben.

Da es nun aber in bereits ausgetauschten Geräten ebenfalls zu ähnlichen Vorfällen kam, gibt es zunehmend Fragen hinsichtlich der ursprünglichen Begründung Samsungs. Den Südkoreanern zufolge waren Batterien eines Zulieferes für die Probleme verantwortlich. Die Akkus dieses Unternehmens seien aber in den ausgetauschten Geräten nicht mehr verbaut worden. Den Namen des Zulieferers hatte Samsung nicht genannt, informierten Personen zufolge handelt es sich dabei aber um Samsung SDI, eine Tochter des Smartphoneherstellers. Samsung SDI hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Ist der Akku gar nicht das Problem?

Analysten und Akkuexperten hatten jüngst angemerkt, dass die Probleme mit dem Galaxy Note 7 möglicherweise auf eine andere Komponente in dem Smartphone zurückzuführen seien. In einem komplexen Gerät wie einem Smartphone, "kann man 499 Dinge richtig machen von 500, aber wenn man diesen einen Fehler macht, hat man ein Problem mit dem Telefon", erklärte Macquarie-Analyst Daniel Kim.

Samsung wollte sich am Montag nicht zu Gerüchten über spezifische technische Probleme bei der Austauschaktion des Galaxy Note 7 äußern.

Angesichts der neuen Probleme beraten auch diverse Fluggesellschaften, ob sie ihre Sicherheitsvorschriften für das Smartphone nochmals verschärfen. Bisher halten die US-Airlines nach Beratungen am Montag an den Vorgaben für Fluggäste fest, wonach das Galaxy Note während des Fluges weder benutzt noch geladen werden darf. Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA weitete das Verbot zum Wochenstart auch auf die bereits ausgetauschten Geräte aus.