ASML

Samsung soll sich von 6,3 Millionen Aktien des Lithografiesystemherstellers ASML getrennt haben. - Bild: ASML

Mit dem Verkauf hat sich Samsung Electronics nun von der Hälfte seiner 2,9-prozentigen Beteiligung an dem niederländischen Konzern getrennt. Die Aktien seien am Mittwoch über eine Privatplatzierung an Institutionelle Investoren veräußert worden. Das Angebot soll am 12. September abgeschlossen werden. Die Investoren seien an eine Lock-Up-Frist von 90 Tagen gebunden.

Die informierte Person sagte weiter, die Investmentbank Goldman Sachs Group sei mit der Ausführung beauftragt worden. Samsung Electronics wollte auf die Frage, warum die ASML-Aktien verkauft werden, keinen Kommentar abgeben.

ASML mit Sitz im niederländischen Veldhoven ist der weltweit größte Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie. Die Maschinen spielen eine Rolle bei der Herstellung von integrierten Schaltkreisen und Samsung ist zusammen mit Intel und Taiwan Semiconductor Manufacturing einer der größten Kunden und Investoren.

"Im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebes hat sich Samsung Electronics entschlossen, einen Teil der ASML-Aktien zu verkaufen", sagte ein Sprecher von Samsung Electronics und betonte aber, dass sich durch den Schritt nichts an der bestehenden Partnerschaft ändern werde. ASML hatte 2012 ein Co-Investment-Programm ins Leben gerufen, um so die eigenen Kosten und Risiken bei der Entwicklung von Chiptechnologie der nächsten Generation gering zu halten. Samsung Electronics ist 2013 bei den Niederländern eingestiegen und hat sich bereit erklärt, insgesamt 1,38 Milliarden Euro beizusteuern. Intel und TSMC übernahmen eine Beteiligung von 15 Prozent und 5 Prozent.