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Beim Waldorfer Software-Konzern SAP laufen die Geschäfte rund. - Bild: SAP

In der Konsequenz erhöhte der DAX-Konzern die ausstehenden Jahresprognosen leicht, beziehungsweise verengte sie am unteren Rand. "Das SAP-Portfolio findet sehr großen Anklang bei Kunden. Unsere Ergebnisse liegen deshalb über den Erwartungen", so CEO Bill McDermott in einer Mitteilung. Nach dem IFRS-Rechnungslegungsstandards verdiente SAP aber weniger, was im Wesentlichen an höheren Aktienkompensationen für Mitarbeiter lag.

Gewohnt gut lief es für SAP im Cloud-Geschäft. So stiegen die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support um 28 (währungsbereinigt 29 Prozent) auf 769 Millionen Euro. In der Summe erlöste SAP mit Cloud und Software 4,46 Milliarden Euro, ein Plus von 8 - währungsbereinigt von 9 Prozent. Der Umsatz mit Softwarelizenzen legte ebenfalls um 2 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro zu. Derweil stieg der Gesamtumsatz auf 5,38 Milliarden Euro zu, was einem Plus von 8 Prozent entspricht.

Das Betriebsergebnis legte nach einem starken Vorjahresquartal um 1 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis je Aktie ging indes um 7 Prozent auf 0,91 Euro zurück.

Von Dow Jones befragte Analysten hatten bei Cloud und Software Erlöse von 4,43 Milliarden erwartet. Das Betriebsergebnis wurde bei 1,69 Milliarden Euro und das Ergebnis je Aktie bei 0,99 Euro gesehen.

Alle bislang angegeben Ergebnisse beziehen sich auf Werte, die nicht nach IFRS-Rechnungslegungsstandards erfasst wurden. Sie unterscheiden sich von den IFRS-Zahlen im Wesentlichen dadurch, dass Aufwendungen aus Akquisitionen ebenso unberücksichtigt bleiben wie Kosten für Aktienkomponenten in Managergehältern, Rechtsstreitigkeiten und Restrukturierungsmaßnahmen. Das ist in der Softwarebranche üblich und auch der Ausblick des Unternehmens, ebenso wie die Analystenschätzungen, beruhen auf Nicht-IFRS-Zahlen.

Unter Zugrundelegung des hierzulande üblichen Rechungslegungsstandards ging das SAP-Betriebsergebnis wegen höherer Aktienkompensationen an Mitarbeiter und Einmaleffekten um 9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zurück. Derweil verschlechterte sich das Ergebnis je Aktie um 19 Prozent auf 0,61 Euro.

Im Gesamtjahr will das DAX-Unternehmen nunmehr bei den Cloud- und Softwareerlösen um 6,5 bis 8,5 Prozent wachsen, zuvor war ein Plus zwischen 6 und 8 Prozent angestrebt worden. Die Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und Support werden im Gesamtjahr jetzt zwischen 3,0 und 3,05 Milliarden erwartet. Somit hat SAP die bisherige Prognosespanne von 2,95 und 3,05 Milliarden verengt. Im Vorjahr betrug die Kennziffer 2,3 Milliarden Euro.

Auch beim Betriebsergebnis verengt der Softwarekonzern die Prognose: Es soll nunmehr zwischen 6,5 und 6,7 Milliarden Euro liegen, im Vorjahr wurden 6,35 Milliarden Euro erreicht. Die bisherige Prognose lag in einer Spanne zwischen 6,4 bis 6,7 Milliarden Euro. Die angehobenen beziehungsweise verengten Prognosen basieren auf konstanten Wechselkursen. Wechselkurseffekte werden die tatsächlichen Ergebnisse im laufenden vierten Quartal aber leicht negativ beeinflussen, so das Unternehmen.