Schwächere Nachfrage nach Kugellagern bereitet Schaeffler-Mitbewerber SKF Sorgen. Foto: Schaeffler.

Schwächere Nachfrage nach Kugellagern bereitet Schaeffler-Mitbewerber SKF Sorgen. Foto: Schaeffler.

Die Nachfrage werde schwächer, weshalb weitere Kostensenkungen und Produktionskürzungen notwendig seien, warnte das schwedische Unternehmen. Angesichts der trüben Aussichten gerät die Aktie der SKF AB unter Druck und gibt gut 5 Prozent ab.

Im dritten Quartal brach der Gewinn um knapp die Hälfte auf 775 Millionen von 1,41 Milliarden Schwedische Kronen (rund 150 Millionen Euro) ein. Zur Begründung für das schlechte Abschneiden verwiesen die Schweden auf eine schwächere Nachfrage in Asien und Nordamerika. Von FactSet befragte Analysten hatten SKF ein Nettoergebnis von 1,32 Milliarden Kronen zugetraut. Das operative Ergebnis sank auf 1,83 Milliarden von 2,07 Milliarden Kronen. Der Umsatz stieg zwar auf 18,37 Milliarden von 17,79 Milliarden Kronen, in lokalen Währungen sanken die Erlöse aber um 5 Prozent.

Im vierten Quartal werde die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr sinken, erklärte CEO Alrik Danielson am Freitag. Aus diesem Grund werde das Produktionsniveau angepasst. Zudem werden weitere Stellenstreichungen notwendig. SKF befindet sich mitten in einem Umbauprogramm und hat bereits 1.500 Jobs abgebaut. Weitere Kostensenkungen seien angesichts des schwierigen Ausblicks notwendig, so Danielson.

SKF mit Sitz in Göteburg beschäftigte vergangenes Jahr etwa 48.600 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von knapp 71 Milliarden Kronen (rund 7,6 Milliarden Euro). Schaeffler, die jüngst den Gang aufs Börsenparkett feierte, beschäftigte 2014 gut 82.000 Mitarbeiter und setzte 12,1 Milliarden Euro um. Das Unternehmen wird als Mutter der deutschen Kugellagerhersteller Ina und FAG als bester Vergleichswert und Konkurrent zu SKF gesehen.

Am Aktienmarkt kommt vor allem der schwache Ausblick von SKF schlecht an. "Die Reihe der schlechten Nachrichten aus dem Autosektor reißt nicht ab", sagt ein Händler: "Schaeffler hat Glück gehabt, dass man das IPO schon durchgeführt hat".