HERZOGENAURACH (pd). Die positive Geschäftsentwicklung in der Schaeffler Gruppe hat sich im dritten Quartal 2010 fortgesetzt. Schaeffler, einer der weltweit führenden Automobil- und Industriezulieferer, profitierte von der weiterhin starken Nachfrage im Automobil- und Industriegeschäft. Die übliche saisonale Abschwächung im dritten Quartal blieb weitestgehend aus; Wachstumsimpulse kamen aus allen Regionen und Sparten. Auch für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem weiterhin guten Geschäftsumfeld und hat daher die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

Dazu sagte Dr. Jürgen M. Geißinger, CEO der Schaeffler Gruppe: „Die Schaeffler Gruppe hat in den ersten neun Monaten 2010 ein hervorragendes operatives Ergebnis erwirtschaftet. Wir wachsen stärker als erwartet und sind in nahezu allen Werken weltweit ausgelastet. Dabei profitieren wir von unserer nach wie vor günstigen Kostenstruktur.“

In den ersten neun Monaten 2010 stieg der Umsatz um 31 Prozent auf 7,0 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,4 Mrd. Euro). Im operativen Geschäft erwirtschaftete Schaeffler ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) von 1,1 Mrd. Euro (0,3 Mrd. Euro). Die EBIT-Marge stieg auf 16,2 Prozent (5,5 Prozent) und liegt damit über dem langjährigen Durchschnitt.

Beide Sparten – Automotive und Industrie – haben ihre Umsätze im Berichtszeitraum deutlich gesteigert. Der Umsatz in der Sparte Automotive stieg um 39 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro; die Industriesparte konnte um 15 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zulegen. Auch die Ergebnissituation hat sich in beiden Bereichen nachhaltig verbessert.

Das Konzernergebnis in den ersten neun Monaten betrug minus 113 Mio. Euro (minus 860 Mio. Euro). Darin enthalten ist ein einmaliger Verwässerungsverlust in Höhe von 396 Mio. Euro. Dieser ist im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung bei der Continental AG angefallen, an der die Schaeffler Gruppe im Januar 2010 nicht teilgenommen hat. Ohne diesen Einmaleffekt beträgt der Gewinn von Januar bis September 283 Mio. Euro. Allein im dritten Quartal wurde ein Konzernergebnis von 147 Mio. Euro (minus 235 Mio. Euro) erzielt.

Die operative Stärke und verbesserte finanzielle Flexibilität zeigen sich auch im Free Cash Flow, der in den ersten neun Monaten 526 Mio. Euro betrug.

Die Netto-Verschuldung der Schaeffler Gruppe betrug am 30. September 2010 5,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 368 Mio. Euro im Vergleich zum Jahresende 2009. Der Verschuldungsgrad, berechnet als Netto-Finanzschulden im Verhältnis zum EBITDA der letzten zwölf Monate, konnte von 5,6 (31. Dezember 2009) auf 3,0 (30. September 2010) deutlich reduziert werden. Zum Ende des dritten Quartals betrug das Eigenkapital der Schaeffler Gruppe 3,0 Mrd. Euro. Bei einer Bilanzsumme von 13,3 Mrd. Euro ergab sich damit eine Eigenkapitalquote von 23 Prozent. Dazu sagte Klaus Rosenfeld, CFO Schaeffler Gruppe: „Unsere Finanzierungssituation hat sich im dritten Quartal 2010 weiter entspannt. Der Free Cash Flow entwickelt sich nachhaltig positiv. Damit schaffen wir uns Handlungsspielraum auch mit Blick auf zukünftige Wachstumspotenziale.“

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2009 um rund 4.500 Beschäftigte.

Aufgrund des bisher sehr guten operativen Geschäftsverlaufes und dem nach wie vor positiven Geschäftsumfeld hebt die Schaeffler Gruppe den Ausblick für das Gesamtjahr 2010 an. Dazu sagte Dr. Jürgen M. Geißinger: „Die Geschäfte haben sich in den ersten drei Quartalen sehr gut erholt. Deshalb gehen wir davon aus, dass wir unsere selbstgesteckten Ziele vom Anfang des Jahres übertreffen werden. Für das Gesamtjahr 2010 erwarten wir nun einen Umsatz von mehr als 9 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von etwa 15 Prozent.“

Auch für die weitere Entwicklung zeigte sich Geißinger optimistisch: „Wir sind sowohl operativ als auch strategisch hervorragend aufgestellt. Durch unser breites Produktportfolio, unsere Innovationskraft sowie unsere führende Marktposition in den Wachstumsmärkten sind wir bestens gerüstet, die großen Zukunftstrends unse-rer Branchen – Energieeffizienz, Mechatronik und E-Mobilität – mit zu gestalten und die Marktposition der Schaeffler Gruppe weiter auszubauen.“