Schaltbau verkauft seine Tochter Pintsch Bubenzer

Schaltbau verkauft seine Tochter Pintsch Bubenzer. - Bild: Schaltbau

Wesentlicher Aspekt der Veräußerung von Pintsch Bubenzer ist laut der Mitteilung, dass Schaltbau mit den Erlösen aus der Transaktion die Finanzierung der Ende Februar anstehenden Kreditrückführungen sicherstellt, ohne neue Fremdmittel aufnehmen zu müssen.

Für die strategische Neupositionierung von Schaltbau ist die Veräußerung der Tochtergesellschaft nach eigener Aussage zudem ein wesentlicher Meilenstein: Durch die Veräußerung des Geschäfts mit Industriebremsen reduziert Schaltbau die Konzernkomplexität und konzentriert sich stärker auf das Kerngeschäft als bedeutender Zulieferer für die Bahnindustrie.

Im Zuge dieser Konzentration des Schaltbau-Konzerns stellt der Verkauf für Pintsch Bubenzer eine gute Basis zur strategischen Weiterentwicklung des Geschäfts mit neuer Eigentümerstruktur dar. Die beiden Geschäftsfelder Bremssysteme sowie die bei der Schaltbau verbleibende Bahn-Infrastrukturtechnik trugen bisher jeweils etwa hälftig zum Umsatz des Segments Stationäre Verkehrstechnik bei Pintsch Bubenzer ist mit seinen Industriebremssystemen für Kunden außerhalb der Bahnindustrie tätig und u. a. ein führender Anbieter bei Kranbremsen im maritimen Bereich sowie Entwicklungspartner und Systemlieferant. Strategisch besonders wichtige Märkte für Pintsch Bubenzer sind Asien, die Golfstaaten und die USA.

Hinter Platin1452. steht die zur schwedischen Dellner-Gruppe gehörende Dellner Brakes AB, die Pintsch Bubenzer mit Unterstützung der luxemburger Beteiligungsgesellschaft Active Ownership Capital S. à r.l. übernimmt. Pintsch Bubenzer und Dellner Brakes bieten beide hochbelastbare Industrie- und Marine-Bremssysteme an. Für Pintsch Bubenzer eröffnet die geplante Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten mit Dellner Brakes verbesserte Wachstumsperspektiven.

Bedingt durch Transaktionskosten werden für den Schaltbau-Konzern noch für das Jahr 2017 Abschreibungen von unter 1 Millionen Euro auf den Beteiligungswert von Pintsch Bubenzer vorgenommen werden. Ohne Berücksichtigung dieser Sonderbelastung und des kürzlich mitgeteilten Effektes aus der Abwertung der 100%-Beteiligung an Albatros S. L. U. („Schaltbau Sepsa“) bestätigt Schaltbau das bislang in Aussicht gestellte EBIT für das Gesamtjahr 2017 in Höhe von mindestens 2 Millionen Euro bei einem Umsatz knapp unterhalb der zuletzt veröffentlichten Prognose von 520-540 Millionen Euro.

Schaltbau Holding

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