Modell des Werftgeländes von Hyundai Heavy

Modell des Werftgeländes von Hyundai Heavy. Bild: Wikipedia

Hyundai machte am Montag keine Angaben dazu, wie viele Mitarbeiter betroffen sein werden. Informierte Personen sagten aber, dass 27.000 Stellen gestrichen werden sollen, was rund 10 Prozent der gesamten Belegschaft wären.

"Die Maßnahmen sind unvermeidbar, da die Auftragseingänge deutlich gesunken sind", erklärte das Unternehmen und ergänzte, dass sogar die Zukunft von Hyundai bedroht sei. Die Geschäftssparten sollen künftig gestrafft und Randgeschäfte verkauft werden. Unter anderem sollen Immobilien- und Ferienanlage-Assets im Wert von 1,17 Billionen koreanischen Won oder umgerechnet rund 876 Millionen Euro veräußert werden.

 

Hyundai Heavy ist der nach Umsatz größte Schiffbauer der Welt. Die beiden ärgsten Konkurrenten kommen mit Samsung Heavy Industries und Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering ebenfalls aus Südkorea. Allen drei Konzernen bereitet die weltweit gedämpfte Wirtschaft erhebliche Schwierigkeiten. Angesichts geringer Frachtraten und einem Überangebot an Schiffen haben die Unternehmen im vergangenen Jahr zusammen einen Verlust von 7,7 Milliarden Won angehäuft.

Die Regierung in Seoul setzt auf eine Konsolidierung der Branche, notfalls will sie dem nachhelfen.