SGL Carbon

Der Graphitspezialist SGL Carbon kämpft weiter mit dem anhaltenden Preisdruck im Geschäft mit Graphitelektroden. - Bild: SGL Carbon

Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einem deutlichen Rückgang des Betriebsergebnisses (EBIT) vor Sondereinflüssen. Zudem wird erneut ein Konzernverlust erwartet. Er werde aber deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr, hieß es. Für den Konzernumsatz prognostiziert SGL leichte Einbußen.

Das abgelaufene Jahr hat das SDAX-Unternehmen wie bereits angekündigt mit roten Zahlen abgeschlossen. Der Konzernfehlbetrag summierte sich auf 295 Millionen Euro, nach einem Defizit von 247 Millionen Euro im Jahr davor. Belastet wurde der Konzern, unter anderem von hohen Restrukturierungsaufwendungen und einer Wertberichtigung im Graphitelektrodengeschäft, das unter Nachfrageschwäche und Preisdruck leidet. Das defizitäre Stammgeschäft Performance Products (PP), das vor allem Graphitelektroden für die Stahlindustrie herstellt aber auch Kathoden für die Aluminiumindustrie, will das Unternehmen zur Jahresmitte abspalten und dann möglicherweise verkaufen oder in eine Partnerschaft einbringen.

Der Umsatz erreichte 2015 mit 1,3 (Vorjahr 1,34) Milliarden Euro fast das Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen verbesserte sich deutlich auf 32,6 Millionen Euro, nach 2,7 Millionen Euro im Vorjahr. Inklusive Sondereinflüsse rutschte es mit minus 128 Millionen Euro , nach minus 48,5 Millionen Euro im Vorjahr noch tiefer in die Verlustzone.