Die französische Schneider Electric legt die geplante Übernahme des britischen Softwareherstellers Aveva überraschend zu den Akten.

Die französische Schneider Electric legt die geplante Übernahme des britischen Softwareherstellers Aveva überraschend zu den Akten. - Bild: Spinnarke

Die französische Schneider Electric legt die geplante Übernahme des britischen Softwareherstellers Aveva überraschend zu den Akten. Beide Seiten konnten sich laut Aveva nicht einigen und haben die Verhandlungen abgebrochen. Während der Prüfung der Aveva-Bücher sei man bei den Details der Transaktion nicht zu einer Übereinkunft gekommen.

Schneider Electric hatte im Juli die Übernahme eines Kontrollanteils an dem Softwarehersteller angekündigt. Im Rahmen der unverbindlichen Einigung sollte der Elektrotechnikkonzern einen Anteil von 53,5 Prozent an Aveva übernehmen, der aktuell einen Wert von 1,3 Milliarden britischen Pfund hat. Im Zuge des Deals wollten die Franzosen den Briten auch 550 Millionen Pfund zur Verfügung stellen.

Während der Buchprüfung seien erhebliche Herausforderungen hinsichtlich der Integration offenkundig geworden, so Aveva weiter. Ohne weitere Risiken und Kosten hätten diese nicht bewältigt werden können. Unterdessen teilten die Briten auch mit, dass sich die eigenen Geschäfte im Rahmen der Erwartungen entwickelten und der Ausblick für das Gesamtjahr unverändert bleibe.

Aktionäre sind allerdings angesichts der abgebrochenen Verhandlungen mit Schneider Electric schockiert. Die Aveva-Aktie bricht um über 36 Prozent ein, Schneider-Aktien handeln hingegen 0,8 Prozent im Plus.

Dow Jones Newswire