Schuler Stefan Klebert

Der Schuler-Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert verkündete das AUs für die Produktion an drei Standorten. Bild: Schuler

Die Schuler AG wird die Produktion in Deutschland zusammenlegen und zukünftig an vier statt sieben Standorten fertigen. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung der AG in Göppingen. Laut dem Pressenhersteller sieht das Produktionskonzept für Deutschland vor, in Göppingen alle Pressen zu bauen, die im Werk komplett aufgebaut und in Betrieb genommen werden können. Der Standort im thüringischen Erfurt wird alleinige deutsche Fertigungsstätte für Großpressen. Im Gegenzug entfällt die Fertigung von Pressen und Neumaschinenkomponenten an den Standorten Netphen (bis Ende 2016), Waghäusel (bis Ende 2017) und Weingarten (bis Ende 2017). An allen drei Standorten bleiben Außenmontage, Inbetriebnahme und Service erhalten und Engineering-Aktivitäten werden fortgeführt. Die geplanten Veränderungen betreffen mittelfristig rund 450 Arbeitsplätze in Deutschland, so eine Mitteilung. Schuler wird nach eigener Aussage versuchen, diese Maßnahmen soweit wie möglich sozialverträglich umzusetzen. Teilweise kann dies durch Wechsel in andere Bereiche oder an andere Konzernstandorte, Bevorzugung bei internen Stellenausschreibungen, Altersteilzeit oder freiwillige Aufhebungsvereinbarungen erfolgen. Das Unternehmen veranschlagt für die Konsolidierung der Produktionsstruktur in Deutschland Aufwendungen in Höhe von rund 55 Millionen Euro, die im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2015 anfallen und zurückgestellt werden. Der Vorstand erwartet nach Abschluss der Maßnahmen eine Kostenreduktion von jährlich 30 bis 35 Millionen Euro. Für das das Geschäftsjahr 2015 erwartet Schuler einen Umsatz, der sich über dem Vorjahresniveau von 1,18 Mrd. € bewegen wird. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen aus der Werkskonsolidierung soll das gute Vorjahresniveau erreichen. Schuler / Stefan Weinzierl