Der Pressenhersteller Schuler hat bereits im ersten Halbjahr 2011 beim Auftragseingang den Stand des

Der Pressenhersteller Schuler hat bereits im ersten Halbjahr 2011 beim Auftragseingang den Stand des gesamten Vorjahres erreicht (Bild: Schuler AG).

GÖPPINGEN (ks). Die Schuler AG erhöhte ihr Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern kräftig auf 35,7 nach 6,1 Mio Euro im Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Umsatz von 403,7 (Vorjahr 291,7). Auch beim Konzernergebnis nach Steuern schaffte Schuler mit 6,6 Mio Euro die Wende nach einem Verlust von 15,3 Mio Euro im Vorjahr.

Schuler konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konzernweit neue Order über 817,4 Mio Euro verbuchen. Dieser Auftragseingang übertraf nicht nur den Vergleichswert des Vorjahres von 293,9 Mio Euro um fast 180%. Er entsprach bereits auch dem Auftragseingang des gesamten Geschäftsjahres 2009/10 von 818,4 Mio Euro, so das Unternehmen.

Der Auftragsbestand zum 31. März 2011 lag mit 1,09 Mrd. Euro auf Rekordniveau und mehr als doppelt so hoch wie am 31. März 2010 mit 509,3 Mio Euro. „Für uns ist nicht nur der anhaltend hohe Auftragseingang erfreulich“, sagte Schulers Vorstandsvorsitzender Stefan Klebert bei der Vorlage des Zwischenberichts. „Positiv ist zudem, dass unser geschäftlicher Aufschwung sektoral und geographisch breit verteilt ist. Durch die verbesserte Preisqualität der Aufträge und unsere Effizienzprogramme verbessert sich zunehmend auch unser Ergebnis.“

Erhalt der Arbeitsplätze in der Krise hilft nun im Aufschwung

Schuler profitierte bei der Bearbeitung des hohen Auftragseingangs davon, dass der Konzern in der vorhergehenden Wirtschaftskrise einen großen Teil der Arbeitsplätze unter Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente erhalten hatte. Die Konzernbelegschaft blieb per 31. März 2011 mit von 5051 (Vorjahr 5059) Mitarbeitern nahezu unverändert. Die im vergangenen Geschäftsjahr vereinbarte Kurzarbeit lief weitestgehend aus. Der Personalaufwand stieg auf 155,8 (133,2) Mio Euro. Der Materialaufwand legte dem abzuarbeitenden Auftragsvolumen entsprechend deutlich auf 199,7 (121,3) Mio Euro zu.

Die drei großen Geschäftsbereiche des Schuler Konzerns – Umformsysteme (Forming Systems), Automatisierung (Automation) und Werkzeuge (Tools) – verbuchten jeweils deutliche Umsatzsteigerungen und erreichten nach den Verlusten des Vorjahreszeitraums alle positive Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dabei steigerte Schulers größter Geschäftsbereich, die Umformsysteme, den Umsatz auf 322,2 (228,3) Mio Euro und das EBIT auf 22,7 (-1,0) Mio Euro.

Vor dem Hintergrund des guten Verlaufs des Geschäftsjahres hat Schuler seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2010/11 angehoben. Der Vorstand erwartet nunmehr einen Konzernumsatz von über 900 Mio Euro. Auf dieser Umsatzbasis hat sich Schuler eine EBITDA-Marge von über 7% zum Ziel gesetzt. Bisher wurde eine Prognose von rund 7% EBITDA-Marge bei einem damals erwarteten Konzernumsatz von 870 bis 920 Mio Euro kommuniziert.

Regional entfielen der Erlöse auf Deutschland, 31,3% auf Asien, 21,9% auf Nord- und Südamerika, 13,6% auf das europäische Ausland und 0,9% auf andere Regionen.