Martin Schulz

Fordert eine Allianz zwischen den Autobauern, Zulieferern und Politik, um die Elektromobilität voranzutreiben: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. - Bild: SPD / Susie Knoll

Die Forderung ist Teil eines Fünf-Punkte-Plans zur Zukunft des Automobilstandortes Deutschland, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ).

Der US-Hersteller Tesla sei hierzulande "viel zu lange belächelt" worden, diese "Hochnäsigkeit" könne sich die deutsche Autoindustrie nicht mehr leisten, so Schulz. Von der Industrie verlangt der Plan Investitionen in eine eigene Batterie- und Zellproduktion in Deutschland, um von ausländischen Herstellern unabhängig zu werden.

Zudem kündigt der SPD-Kanzlerkandidat gesetzliche Regeln für die Autoindustrie an, verbunden mit Kontrollen der Emissionsgrenzwerte. "Wir werden der Industrie deutlich mehr Druck machen", so Schulz gegenüber der Zeitung.

Er fordert einen zweiten Diesel-Gipfel im Herbst. Dort soll eine Zwischenbilanz der bislang vereinbarten Maßnahmen gezogen werden. Wenn sich zeige, dass diese nicht ausreichen, "müssen technische Umrüstungen her - natürlich auf Kosten der Hersteller", so Schulz.

Seit einigen Monaten ist eine intensive Debatte um die Vor- und Nachteile von Quoten für Elektroautos im Gange. Während die Industrie, allen voran der Verband der Automobilindustrie (VDA) feste Vorgaben ablehnt, hatte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bereits Anfang des Jahres dafür plädiert.