Der Nutzfahrzeug-Hersteller Schwarzmüller wächst und setzt auf Prozess- und

Der Nutzfahrzeug-Hersteller Schwarzmüller wächst und setzt auf Prozess- und Produktions-Optimierung. - Bild: Schwarzmüller

Der Nutzfahrzeughersteller Schwarzmüller rechnet für 2015 mit rund 290 Millionen Euro Umsatz. Gleichzeitig investiere man in Optimierungen der Produktions- und Prozess-Steuerung sowie in eine vollautomatische Laserschneideanlage.

Der oberösterreichische Nutzfahrzeughersteller Schwarzmüller rechnet für das Jahr 2015 mit rund 290 Millionen Euro Umsatz und einer stabilen Marge. Das Unternehmen reagiert auf diese äußerst positive Entwicklung mit einer Flexibilisierung der Produktion und einem punktuellen Insourcing von Produktionsabläufen. Das gab CEO Jan Willem Jongert bekannt.

Mit 290 Millionen Euro wird die Schwarzmüller Gruppe nach eigener Aussage ihren Umsatz um rund 18 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 (272 Millionen Euro) neuerlich steigern. Damit zeichnet sich seit 2012 ein Umsatzwachstum von 27 Prozent in drei Geschäftsjahren ab. Gleichzeitig erwartet Jongert für das laufende Geschäftsjahr auch einen stabilen Ertrag. “Wir gehen beim derzeitigen Verlauf des Geschäftsjahres davon aus, dass wir eine EBIT-Marge von zwei Prozent erreichen werden”, so Jongert.

Die Umsatzsteigerung geht laut Jongert auf eine Verschiebung der Produktsegmente zurück. Es wurden vermehrt komplexe Fahrzeuge wie Kipper und Schubbodenfahrzeuge verkauft, dabei war wiederum der Aluminiumbau besonders stark gefragt. “Diese Entwicklung liegt genau auf dem von uns geplanten Weg, die Wertschöpfung pro Fahrzeug zu erhöhen”, sagte der CEO. Der aktuelle Auftragsbestand sei mit mehr als 90 Millionen Euro der höchste in der Unternehmensgeschichte.

Mehr Kapazitäten und optimierte Produktions-Steuerung

Die Wachstumsquote 2015 wird laut Schwarzmüller aus heutiger Sicht mit rund sieben Prozent schwächer sein als 2013 (16 Prozent). Jongert führt diese Entwicklung auf einen Produktionsengpass in den ersten beiden Monaten des Jahres bei den besonders stark nachgefragten Fahrzeugen zurück. Diese Schwäche sei durch den Ausbau der Kapazitäten mittlerweile behoben.

Das Unternehmen reagiere auf den erfreulichen Geschäftsgang mit weiteren Optimierungen bei der Produktions- und Prozess-Steuerung. Die Investition in eine vollautomatische Laserschneideanlage, die sieben Tage rund um die Uhr eingesetzt wird, macht die Arbeitsvorbereitung deutlich flexibler. Gleichzeitig werde mit Hochdruck an einer umfassenden Vertriebs-Steuerung gearbeitet, die durch Marktsegmentierung zuverlässige Prognosen über den Verkaufsprozess und damit über die Kunden- und Produktionsanforderungen liefert.

Schwarzmüller / Stefan Weinzierl