Thyssenkrupp

Thyssenkrupp-Zentrale in Essen: Der Stahlkocher steht im Visier der Fahnder. - Bild: Thyssenkrupp

Laut einem Bericht des 'Handelsblatt' (Mittwochausgabe) geht die Staatsanwaltschaft Bremen dem Verdacht nach, dass die auf Marinetechnologie spezialisierte Tochter Atlas Elektronik bei Geschäften in der Türkei Schmiergelder gezahlt haben soll.

Aber nicht nur das, die hausinternen Juristen sollen wider besseres Wissen die Korruption nicht unterbunden haben. Zweifelhafte Zahlungen seien aus Sicht der Staatsanwaltschaft womöglich bis ins Jahr 2014 geflossen, schreibt das Blatt.

Ihren Verdacht sehen die Bremer Ermittler nach Recherchen der Zeitung durch Unterlagen gestützt, die sie bei Durchsuchungen sichergestellt haben. Diese liegen dem Handelsblatt nach eigenen Angaben in Auszügen vor.

Atlas steht offenbar schon länger im Visier der Fahnder. Die Firma, die je zur Hälfte Thyssen-Krupp und Airbus gehört, soll den Verkauf von Torpedos und Sonargeräten an Griechenland und die Türkei mit Schmiergeldern angeschoben haben.

Für Thyssen-Krupp sind die Ermittlungen ein Rückschlag bei dem Versuch, den Ruhrkonzern vom illegalen Geschäftsgebaren zu befreien. Der Konzern stand in den vergangenen Jahren immer wieder wegen Kartellen und Bestechungsfällen in den Schlagzeilen.

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