IAA

Der Schwerpunkt der diesjährigen internationalen Automobil Ausstellung (IAA) ist das vernetzte und automatisierte Fahren. – Bild: IAA

"Die IT wird mit rasantem Tempo in die neuen Autos integriert", sagte der Präsident des deutschen Lobbyverbandes (VDA) Matthias Wissmann in einer Internet-Pressekonferenz am Freitag zum Auftakt der Automesse, die ab Mitte September in Frankfurt stattfindet.

"Auto und Smartphone - das sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten einer Medaille", sagte Wissmann. Schon heute sei jedes vierte neue Auto vernetzt, "in wenigen Jahren werden es drei von vier sein", sagte er. Das vernetzte und automatisierte Fahren werde das Autofahren zudem noch sicherer und komfortabler machen. Beispielsweise würden Staus und Auffahrunfälle vermieden.

Eine Automesse wie die IAA sei aber zudem auch immer ein Gradmesser für die weltweite Automobilkonjunktur. Wissmann bekräftigte am Freitag zuvor in einem Interview getätigte Prognosen über wichtige Weltmärkte. Die USA würden um 3 Prozent auf knapp 16,9 Millionen leichte Fahrzeuge zulegen, "der höchste Absatz seit 10 Jahren".

China bleibt auf Kurs

"China bleibt auf Kurs, schaltet jedoch einen Gang zurück", sagte Wissmann. Der weltgrößte Automarkt werde nur noch um maximal 4 Prozent auf 19,1 Millionen abgesetzte Fahrzeuge wachsen. Mittel- und langfristig bleibe China jedoch ein klarer Wachstumsmarkt.

"Natürlich wissen wir, dass es in einigen Regionen der Welt durchaus Herausforderungen gibt", sagte Wissmann. In Westeuropa sehe es dagegen sehr gut aus. Dort erwartet der VDA ein Plus von knapp 6 Prozent auf 12,8 Millionen Autos. "Auch die neuen EU-Länder kommen voran", sagte der Präsident des Verbands.

Auf der diesjährigen IAA präsentieren 1.103 Aussteller aus 39 Ländern ihre Produkte auf einer Fläche von 230.000 Quadratmetern. Es werden 210 Weltpremieren gezeigt, mehr als 7.000 Journalisten aus 87 Ländern hätten sich bereits für die Messe akkreditiert.

Matthias Wissmann, VDA
Präsident des deutschen Lobbyverbandes (VDA) Matthias Wissmann. – Bild: VDA