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Fit für die Reise: Wer sich nicht von dem Gedanken „das haben wir schon immer so gemacht“ aufhalten lassen will, muss sein Unternehmen von Grund auf erneuern.

Daniel Düsentrieb erfindet im Eiltempo: Er werkelt am Erlenmeyerkolben, befragt sein Helferlein – flutsch! ist die Super-Idee fertig und Dagobert Ducks Gold wieder sicher. Wäre es doch im richtigen Leben so einfach: Seit der Finanzkrise 2004 tut sich Deutschlands Mittelstand etwas schwer mit den Innovationen. Laut KfW Research liegt die Innovationsqote, obwohl 2015 erstmals wieder geringfügig auf 29 Prozent gestiegen, nach wie vor auf dem zweitniedrigsten Stand seit 2004. Rund 31 Prozent der Mittelständler erzielen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Innovationen (2004: 43 Prozent).

Und 11 Prozent betreiben eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten – 2004 waren dies noch 16 Prozent. Wer innoviert, sucht Inspiration durch externe Anstöße, etwa durch Kunden (39 Prozent) oder durch die Fachpresse (27 Prozent). Jedoch ist laut der KfW der Mangel an Finanzierungsquellen das Innovationshemmnis Nummer Eins. Besonders betroffen von mangelnder Finanzierung sind Marktneuheiten oder Prozessinnovationen – offensichtlich deshalb, weil Banken und andere Geldgeber die Erfolgsaussichten dieser Neuerungen nur schwer beurteilen können.

Scheitert aber die Vorstellungskraft der Unternehmen und damit ihre Fähigkeit, sich neu zu erfinden und damit an der Spitze zu bleiben, nur am Geld? Keineswegs, konstatiert der ‚Deutsche Trendindex‘ der Zukunftsforscher von ‚2b AHEAD ThinkTank‘. Angst (52  Prozent), Macht (37  Prozent) und mangelnder Glaube (11  Prozent) sind laut Auskunft der befragten Innovationsmanager aller Branchen die größten Hemmnisse für neue Ideen. Mehr als ein Drittel (35  Prozent) gibt sogar zu, selber einmal aus Angst eine Innovation verhindert zu haben.