Die weltgrößte Förderstätte für Seltene Erden im Norden Chinas: Die begehrten Förderstoffe

Die weltgrößte Förderstätte für Seltene Erden im Norden Chinas: Die begehrten Förderstoffe werden auch in diesem Jahr sehr knapp bleiben (Bild: Imago).

FRANKFURT (ks). „Bis Mitte des nächsten Jahres könnte sich die schwierige Situation sogar noch weiter verschärfen“, sagte der Vorsitzende der ZVEI-Geschäftsführung, Dr. Klaus Mittelbach. „Die Preiserhöhungen bei Seltenen Erden verteuern die Herstellungskosten von innovativen, energieeffizienten elektrischen Antrieben und Motoren zum Teil erheblich.“ In einer ZVEI-Umfrage gaben alle befragten Elektrounternehmen an, gestiegene Rohstoffkosten entweder gar nicht oder allenfalls teilweise weitergeben zu können. Die Seltenen Erden sind nicht zuletzt nötig für die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien (insbesondere in Windkraftanlagen) oder für die Elektromobilität und können – wenn überhaupt – vielfach nur begrenzt substituiert werden.
Die Versorgung der Elektroindustrie mit Seltenen Erden müsse auf eine sichere, kalkulierbare und verlässliche Grundlage gestellt werden. „Freihandel und offene Märkte bringen allen Beteiligten regelmäßig Wohlfahrtsgewinne. Dies gilt für den grenzüberschreitenden Austausch von Waren und Dienstleistungen genauso wie für den Handel mit natürlichen Ressourcen“, betonte Dr. Mittelbach. „Wer – wie China – stark am internationalen Güterverkehr partizipiert und entsprechend profitiert, der muss seinen Handelspartnern auch den freien Zugang zu seinen Rohstoffmärkten ermöglichen und hier tarifäre sowie nicht-tarifäre Handelshemmnisse abbauen.“
Nötig sei ein funktionierender Wettbewerb auf den Rohstoffmärkten. Deshalb sei es natürlich gut, wenn zusätzliche Förderkapazitäten außerhalb Chinas aufgebaut würden, das derzeit 97 Prozent des weltweiten Angebots bereitstellt. Ferner müssten die Recycling- sowie Rohstoffeffizienz-Bestrebungen der Unternehmen unterstützt und ihre darauf ausgerichteten F&E-Anstrengungen entsprechend befördert werden, verlangte Dr. Mittelbach.