Semperit

Die Semperit Gruppe verzeichnete auf Basis von Mengensteigerungen ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf 229,3 Millionen Euro. - Bild: Semperit

Das Ergebnis legte verglichen mit dem Umsatz überproportional zu. Die höheren Rohstoffpreise konnte der Hersteller von Handschuhen, Schläuchen und Fördergurten für Medizin und Industrie dagegen nur teilweise oder zeitverzögert weitergeben.

Die Semperit Gruppe verzeichnete auf Basis von Mengensteigerungen ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf 229,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 18,6 auf 86,4 Millionen Euro. Rund 85 Millionen Euro davon sind jedoch auf eine Vereinbarung zur Beendigung beinahe aller gemeinsamen Aktivitäten mit der thailändischen Sri Trang Agro-Industry von Mitte März zurückzuführen.

Bereinigt um diesen Sondereffekt ergab sich ein EBIT von 1,5 Millionen Euro, netto ein Fehlbetrag von 2,0 Millionen Euro. Auf Vorsteuerbasis sorgte Sri-Trang-Vereinbarung für einen Cash-Zufluss von rund 190 Millionen Euro, den das Unternehmen teilweise zur Senkung der Verschuldung einsetzte.

Die stark schwankenden Preise machen es für Semperit sehr schwer, die Entwicklung des operativen Geschäftes im Gesamtjahr abzuschätzen, bekräftigte das Unternehmen Aussagen von Anfang April. Die schwache Marktentwicklung aus dem Auftaktquartal könne sich deshalb teilweise fortsetzen. Es sei deshalb eine "erhebliche operative Ergebnisbelastung zu erwarten".

Der Vorstand konzentriere sich primär auf eine Steigerung der Profitabilität, so das Unternehmen. Im Medizin-Segment Sempermed könnte es im Zusammenhang mit einer Überprüfung der nachhaltig erzielbaren Ergebnisse wie im April angekündigt zu einer wesentlichen Wertberichtigung kommen.