SGL Carbon

SGL Carbon will sich mit dem Programm "Core" zukunftsfähiger aufstellen. - Bild: SGL Carbon

In Wiesbaden dürften es ca 10 Stellen sein, sagte SGL-Carbon-CEO Jürgen Köhler auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Die Hälfte von dem geplanten Stellenabbau werde im laufenden Jahr über die Bühne gehen. Es werde dabei aber keine betriebsbedingten Kündigungen geben, betonte Köhler.

SGL hatte Core (Corporate Restructuring) im September 2016 angestoßen, um die "neue", nun kleinere SGL Group "zukunftsfähiger" aufzustellen. Dabei sollen die Geschäftsbereiche CFM und GMS auf Wachstum ausgerichtet werden, indem sie sich auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von carbonfaser- und spezialgraphitbasierten Produkten und Lösungen konzentrieren sollen. Alle Verwaltungsaufgaben sollen gestrafft, in zentralen Funktionen gebündelt und damit die Strukturen der SGL Group an ihre neue Größe angepasst werden. Dadurch sollen bis Ende 2018 rund 25 Millionen Euro eingespart und darüber die Ertragskraft der SGL Group gestärkt werden. SGL-CFO Majerus sagte, "strukturell" strebt der Konzern bis Ende 2018 "schwarze Zahlen" an.

Vor Core hatte SGL Carbon bereits ein anderes Sparprogramm, das Ende des dritten Quartals 2016 abgeschlossen wurde. Das Kosteneinsparprogramm namens SGL2015, das im Jahr 2013 aufgelegt worden war, hatte einen erheblichen Stellenabbau zur Folge. SGL-CEO Köhler verwies darauf, dass im Rahmen dieses Programms auch Werke geschlossen wurden, etwa in Griesheim. Auch in Kanada und Italien wurden Fertigungsstätten dicht gemacht. Köhler sagte, im Rahmen von SGL2015 seien an die 1.000 Arbeitsplätze weggefallen.