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Die SGL Group bestätigt ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2017. - Bild: SGL Carbon

Das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 50 Prozent auf 9,6 Millionen Euro. Der Anstieg ging vor allem auf den Geschäftsbereich GMS sowie auf Einsparungen in der Verwaltung zurück. Die Kapitalrendite (ROCE) auf Basis des EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 8,6 von zuvor 8,5 Prozent. Nach Steuern und unter Abzug nicht beherrschender Anteile grenzte SGL Carbon den Konzernfehlbetrag auf 0,3 von 26,4 Millionen Euro ein.

Das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 50 Prozent auf 9,6 Millionen Euro. Der Anstieg ging vor allem auf den Geschäftsbereich GMS sowie auf Einsparungen in der Verwaltung zurück. Die Kapitalrendite (ROCE) auf Basis des EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 8,6 von zuvor 8,5 Prozent. Nach Steuern und unter Abzug nicht beherrschender Anteile grenzte SGL Carbon den Konzernfehlbetrag auf 0,3 von 26,4 Millionen Euro ein.

Showa Denko übernimmt PP

Die tief in die Verlustzone geratene SGL Carbon hatte im Oktober erklärt, das defizitäre Geschäft PP, das vor allem Graphitelektroden für die Stahlindustrie und zu einem kleineren Teil Kathoden und Hochofenauskleidungen herstellt, zu verkaufen. Der japanische Chemiekonzern Showa Denko übernimmt den Großteil der Sparte für 350 Millionen Euro. SGL bekräftigte am Donnerstag, dass man weiter mit dem Abschluss des Geschäfts Mitte 2017 rechne. Das verbleibende Geschäft mit Kathoden, Hochofensteinen und Kohlenstoffelektroden will SGL in diesem Jahr separat verkaufen.

Ausblick bekräftigt

Die SGL Group bestätigt ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2017. Das erwartete Mengenwachstum und die Umsetzung von ersten Maßnahmen bei der Restrukturierung sollten das Konzern-EBITDA und das Konzern-EBIT (jeweils vor Sondereinflüssen) überproportional zum Umsatz steigen lassen, für den die SGL Group einen Anstieg "im hohen einstelligen Prozentbereich" annimmt.

Aber wegen des Wegfalls des positiven Einmaleffekts im Vorjahr aus der Verkaufsvereinbarung für das Werk in Evanston und des geplanten vorzeitigen Rückkaufs der Unternehmensanleihe sowie einer Vorfälligkeitsentschädigung dürften sich laut SGL Carbon die erwarteten operativen Verbesserungen nicht im Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten zeigen.

Daher rechnet die SGL Group weiter mit einem Konzernverlust aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz der SGL Group aus fortgeführten Aktivitäten hatte 2016 bei 769,8 Millionen Euro gelegen und das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen aus fortgeführten Aktivitäten bei 20,7 Millionen Euro.